Unterwegs auf dem Hardy-Pfad

Multi-Kulti ist besser als Einheitsbrei

Wollt ihr auch dabei sein? Dann meldet euch bei mir
Wollt ihr auch dabei sein? Dann meldet euch bei mir

Der heutige Samstag stand wieder im Zeichen von Multi-Kulti, Geselligkeit, Aufgeschlossenheit und jeder Menge Spaß, draußen in der Natur. 

 

Den ganz neu angelegten Walderlebnisweg "Hardy-Pfad" im Hardtwald bei Steinheim an der Murr machten wir unsicher. Die insgesamt 16 Stationen boten so manche Herausforderung, die wir gemeinsam meisterten.

 

Erlebnisse und Geschichten wurden miteinander geteilt und wieder gab es emotionale Momente.

 

 

Wettervorhersage - Regen

Trotz anfänglichem Regen, zog es uns raus in die Natur
Trotz anfänglichem Regen, zog es uns raus in die Natur

Bei strömendem Regen kam ich an unserem üblichen Treffpunkt in Steinheim an. 'Würde der Regen einige abhalten, heute mit zum wandern zu kommen?' fragte ich mich. Die gleiche Frage stellte sich auch Marcel, der bisher der einzige Wartende war.

 

Nach und nach kamen dann aber doch alte und neue Gesichter. Ich freute mich sehr, dass wir mit 14 Personen -bunt gemischt - starten konnten. Wir entschieden uns, dieses mal in Steinheim zu bleiben. So hatten die Teilnehmer Gelegenheit, den Hardtwald kennen zu lernen und vielleicht auch mal eigenständig hier her zu kommen um zu wandern, grillen oder einfach nur die Natur zu genießen.

 

Walderlebnispfad "Hardy-Pfad" im Hardtwald

Abwechslungsreiche Stationen auf dem Hardy-Pfad
Abwechslungsreiche Stationen auf dem Hardy-Pfad

Vor kurzem wurde der Walderlebnispfad "Hardy-Pfad" eingeweiht. Es handelt sich dabei um einen ca. 1,5 Kilometer langen Wanderweg, der mit 16 Stationen versehen ist. Diese Stationen wollten wir heute gemeinsam entdecken. Da die Wanderung natürlich wieder als Vorbereitung für unsere Bergtour im August gelten sollte, erweiterten wir die Strecke noch um ein paar Kilometer.

 

Wir folgten dem Pirschpfad und entdeckten tatsächlich alle Tiere, die sich hier versteckten. Vom Wildschwein, über das Reh, den Hasen und den Marder waren alle wichtigen Waldbewohner dabei vertreten. Eine gute Gelegenheit, über die Erklärungen der Tiere miteinander ins Gespräch zu kommen (wobei dies bisher nie ein Problem darstellte).

 

Der Wald hat allerhand zu bieten

Lecker-schmecker Brombeeren
Lecker-schmecker Brombeeren

Der erste Stop ließ nicht lange auf sich warten - leckere Brombeeren wuchsen am Wegesrand, die unbedingt vernascht werden mussten. Dazu wurden dann noch Pflaumen und Süßigkeiten ausgepackt und geteilt. Mal wieder war schnell klar, wir müssen nicht verhungern (wer die Artikel vom Projekt Gipfelglück regelmäßig verfolgt, der weiß mittlerweile, dass Essen und vor allem Essen teilen, hier ganz groß gelebt und jeder versorgt wird).

 

Spaß und Geschicklichkeit auf dem Stamm

Schnell war der Dreh raus, wie man am besten aneinander vorbei kommt
Schnell war der Dreh raus, wie man am besten aneinander vorbei kommt

Auf dem Balancierbalken wurde anschließend unser Gleichgewichtssinn trainiert - gar nicht so einfach, auf dem nassen und rutschigen Baumstamm den Boden nicht zu berühren.

 

Wir wandelten die Station kurzerhand zu einer kleinen Vertrauensübung um. Alle Teilnehmer sollten sich dem Anfangsbuchstaben ihres Vornamens, beginnend bei A, aufstellen. Da der Baumstamm echt glitschig war, gaben wir einige Stöcke zur Unterstützung dazu. Nach anfänglichen Berührungsängsten packten bald schon alle beherzt zu und halfen sich umarmend aneinander vorbei. Ziel erreicht, die Aufstellung hat gepasst, genügend Gelächter gab es auch und wir rückten näher zusammen.

 

Mit vereinten Kräften

Ein Eimer reicht da nicht, es muss mehr Wasser her
Ein Eimer reicht da nicht, es muss mehr Wasser her

Die Wasserspielstation zog dann auch wieder alle in den Bann. Sehr schön gebaut, durch Baumstämme und Rohre, kann hier das Wasser aus dem Feuersee entnommen und ihm wieder zugeführt werden.

 

"Warum dreht sich das Wasserrad nicht", fragten sich viele. Schnell war man sich einig, wir mussten zusammenarbeiten um eine größere Menge Wasser in das Wasserlaufsystem zu bekommen. Durch den größeren Wasserdruck drehte sich dann auch das Wasserrad und alle klatschten Beifall.

 

Kröten und Geschichten

Behutsam bewegte sich die kleine Kröte auf unseren Händen
Behutsam bewegte sich die kleine Kröte auf unseren Händen

Aufgrund des feuchten Wetters, waren unheimlich viele, winzige Kröten mit uns unterwegs. Überall hüpfte und krabbelte es auf dem Weg. Wir Mädels konnten es natürlich nicht lassen, den ein oder anderen Winzling auf unsere Hände zu lassen. Hand an Hand achteten wir darauf, dass der Kleine nicht ungewollt abstürzt.

 

Vorbei an strahlenden Sonnenblumen, ging es weiter.

"Weißt du, warum ich die Berge nicht mag?", fragte eine Teilnehmerin aus heiterem Himmel, die heute zum ersten mal dabei war. Wir zuckten alle mit den Schultern. "Weil ich über 20 Tage in den türkischen Bergen umher gelaufen bin, auf dem Weg von Syrien nach Deutschland. Es war so kalt und wir hatten kein Essen und nichts mehr zu trinken. Irgendwie hatten wir uns auch verlaufen und wussten nicht mehr wohin. Ich dachte es sei vorbei. Wir haben gerufen und irgendwann kamen türkische Soldaten und haben uns gefunden. Wir bekamen etwas zu Essen und Trinken, wurden aber wieder nach Syrien zurück gebracht."

 

Wohlfühlatmosphäre

In der Ferne zu sehen, die Burg Lichtenberg in Großbottwar
In der Ferne zu sehen, die Burg Lichtenberg in Großbottwar

Solche sehr persönlichen Geschichten werden auf unseren Wanderungen ganz von alleine erzählt. Plötzlich fängt jemand an zu reden und hat das Bedürfnis, die anderen daran teilhaben zu lassen. Ich finde es jedes mal sehr schön zu sehen, in welcher vertrauten Umgebung wir uns hier gemeinsam bewegen. Würden sich die Teilnehmer*innen nicht sicher und wohl fühlen, würden sie wohl kaum von solchen bewegenden Erlebnissen erzählen.

 

Sehr stolz war/bin ich auf zwei Mädels, die mir erzählten, dass sie nun einen Ausbildungsplatz als Einzelhandelskauffrau bei einer großen, tollen Firma und einen Schulplatz auf einer Kaufmännischen Schule bekommen haben. Mit viel Eifer und Disziplin haben sie gute Noten in der Schule bekommen und ihre Bewerbungen wurden angenommen.

 

Umsorgt in jeder Hinsicht

Charyl ist wie immer mit dabei und der heimliche Star der Wanderung
Charyl ist wie immer mit dabei und der heimliche Star der Wanderung

Gassi-Gehen mit unserem Hund Charly war für viele wie immer auch wieder ein Highlight. Einige hätten gerne ein Haustier, was aufgrund der Wohnsituation derzeit leider nicht möglich ist. Charly wurde gut umsorgt und kleine Tricks wurden mit ihm geübt.

 

Was immer groß zelebriert wird und bei keiner unserer Wanderungen fehlen darf, ist das Grillen. Es wurde wieder aufgetischt, dass sich die Grillroste biegen - Hühnchenspieße, Kebab, Bratwürste, RoteWürste, Grillkäse, Salat, Fladenbrot und Weckle.

 

Grillstation Feuersee

Bei diesem großen Feuer, wurde es ganz schön warm in der Hütte
Bei diesem großen Feuer, wurde es ganz schön warm in der Hütte

Doch bevor wir das alles genießen konnten, musste erstmal das Feuer entfacht werden. Die Herren unter uns schleiften wieder Unmengen an Holz aus dem Wald heraus. Das Feuer wurde dann auch etwas größer, als geplant.

 

Die Zeit bis zum Abbrennen nutzte ich, um nochmals die wichtigsten Punkte für unsere Bergtour im Allgäu anzusprechen - was muss alles in den Rucksack, wo treffen wir uns, wie lange sind wir unterwegs, wie läuft es auf der Hütte ab.

 

Alles sind schon voller Vorfreude, inklusive mir :-)

 

Unser Grillmeister

Endlich, es konnte aufgelegt werden. Mhhhh, wie die in Zitronensaft und Safran eingelegten Hühnchenspieße, nach afghanischer Rezeptur dufteten. Wir mampften uns durch alles durch, probierten alles und waren hinterher total überfressen (zumindest ging es mir so). 

 

Unser Ober-Grillmeister, ein Papa einer afghanischen Familie, der uns nun bereits schon zum zweiten mal begleitetet, platzierte gekonnt das Grillgut. Man sieht ihm jedes mal förmlich an, wie gerne er das macht.

 

"Habt ihr schon mal das Fladenbrot probiert? Dass müsst ihr unbedingt mal essen",  sagte eine deutsche Teilnehmerin. "Wenn ihr das esst, wollt ihr kein anderes Brot mehr haben".

Neueste Variation - Rote Wurst meets Fladenbrot ;-)


Sponsoring durch die Firma Schöffel

Tausend Dank an Schöffel, für die T-Shirts und Hosen
Tausend Dank an Schöffel, für die T-Shirts und Hosen

Nach dem Essen überreichte ich allen Teilnehmer*innen der Bergtour "Gipfelglück" ein T-Shirt und eine Funktionshose der Firma Schöffel.

 

Ich hatte bei mehrere Outdoor-Herstellern und Ausrüstungsgeschäften angefragt, ob sie unsere Gruppe mit der passenden Kleidung unterstützten möchten.

 

Die Firma Schöffel sagte zu und nach einem sehr netten Telefonat kam ein paar Wochen später ein riesen Paket mit Hosen und T-Shirts für alle 16 Teilnehmer inklusive uns 3 Betreuern. Es freute mich total. Auch die Teilnehmer (auch wenn heute leider nicht alle dabei sein konnten), freuten sich riesig darüber.

 

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön von uns allen an die Firma Schöffel - ihr seid spitze :-)

 

Wir sind alle dabei

Bei unserer letzten Wanderung fand Mustafa einen Stein, dessen Vorderseite einem Herzen ähnlich sah. Diesen Stein werden wir im August gemeinsam auf dem Gipfel des Großen Krottenkopf ablegen. Die Teilnehmerzahl und auch das Alter ist für diese Tour begrenzt. So können leider nicht alle mitkommen, die gerne würden. Symbolisch haben wir alle unseren Fingerabdruck auf diesem Stein hinterlassen, sodass dann jeder irgendwie auf dem Gipfel angekommen ist.


Sehr abwechslungsreich, der Hardy-Pfad

Girl-Power :-)
Girl-Power :-)

Über den Hardy-Pfad ging es dann wieder zurück. Die Station Seilziehen machte uns besonders viel Spaß. "Jungs gegen Mädels!", rief unsere jüngste Teilnehmerin und gab somit den Startschuss für diesen kleinen Wettbewerb. Die "Hau-Ruck"-Rufe der Jungs brachten gegen Ende nicht mehr viel und mit vereinter Mädels-Power siegten wir.

 

Auf dem an sich nicht langen Walderlebnispfad, kann man sich gut 1,5 bis 2 Stunden aufhalten, wenn man alle Stationen durchläuft. Tannenzapfen durch Ringe werfen, Baumringe zählen, eine Waldkegelbahn und vieles mehr wird hier geboten. Den Flyer zum Hardy-Pfad findet ihr hier oder weiter unten in der Bilder-Galerie. Der Weg kann auch mit einem Kinderwagen problemlos gelaufen werden.

 

"Gipfelglück" goes Allgäu

Wieder mal eine coole Gruppe und sehr viel Spaß gehabt
Wieder mal eine coole Gruppe und sehr viel Spaß gehabt

Vom 17. bis 19. August werden wir gemeinsam mit dem Projekt "Gipfelglück" den Großen Krottenkopf im Allgäu besteigen. Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.

 

Bis dahin ist erst mal keine Wanderung in Steinheim und Umgebung geplant. Auf jeden Fall werden wir dieses wunderschöne Miteinander in der Natur aber weiter pflegen. Es wird also weitere Wanderungen und Begegnungen geben. Wer Interesse hat mit zu kommen, der kann sich gerne bei mir melden und wird dann über die Termine entsprechend informiert.

 

Es würde mich sehr freuen, wenn unsere Gruppe immer mehr wächst und die Teilnehmer sich auch untereinander zu Unternehmungen kontaktieren.

Ihr wollt unsere Tour nachlaufen? Hier findet ihr den GPX-Track:

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