Für mich ist der Winter die wohl magischste Zeit zum Draußensein: Schneeschuhwandern in den Alpen durch knirschenden Pulverschnee, stille Winterwanderungen im Wald, klare Luft und dieses besondere Licht, wenn die Berge im Abendrot glühen.
Auf dieser Seite findest du meine schönsten Wintertouren in den Alpen – von aussichtsreichen Schneeschuhtouren im Allgäu und im Schwarzwald bis zu einsamen Winterwanderungen im Bayerischen Wald und traumhaften Runden in der Schweiz.
Besonders ans Herz gewachsen sind mir zum Beispiel die Schneeschuhtour auf das Wertacher Hörnle im Allgäu, der Winterzauber im Safiental mit Schneeschuhen auf den Piz Tomül sowie die Winterwanderungen auf den Großen Arber, Lusen und Großen Rachel im Bayerischen Wald.
Stück für Stück wachsen hier immer neue Winter- und Schneeschuhtouren in den Alpen hinzu – deine Sammlung an Erlebnissen wird laufend ergänzt. Welche Kleidung dich wirklich warm hält zeige ich dir in meinen Outdoortipps.
Hier findest du eine Auswahl meiner schönsten Schneeschuhtouren und Winterwanderungen in den Alpen – von aussichtsreichen Allgäuer Schneegipfeln bis zu winterlichen Höhenwegen in der Schweiz. Diese Touren vereinen Pulverschnee, ruhige Berglandschaften und echte Wintererlebnisse in den Alpen.
Der Bayerische Wald gehört zu den schönsten Regionen für Winterwanderungen: stille Wälder, tief verschneite Höhenzüge und traumhafte Gipfelblicke auf Arber, Rachel oder Lusen. Hier sammle ich meine liebsten Wintertouren im Bayerischen Wald – perfekt für alle, die verschneite Natur genießen möchten.
Der Schwarzwald bietet ideale Bedingungen für abwechslungsreiche Winter- und Schneeschuhtouren: sanfte Höhenrücken, verschneite Tannenlandschaften und weite Ausblicke bis zu den Alpen. In diesen Berichten findest du inspirierende Touren rund um Belchen, Herzogenhorn & Co.
Eine intensive Schneeschuhtour in den Alpen: Drei Tage quer durchs Winterparadies im Montafon mit Aufstieg zur Lindauer Hütte, Gipfelziel Großer Drusenturm (2.830 m) und einer rasanten Schlittenabfahrt – ideal für alle, die Schneeschuhwandern und Schlittenfahren verbinden möchten.
Eine unvergessliche Schneeschuhtour im Allgäu über einen wenig begangenen Weg aufs Wertacher Hörnle in den Alpen – perfekt für alle, die Ruhe, Winteridylle und Panorama abseits der Massen suchen.
Eine eindrucksvolle Winterwanderung im Bayerischen Wald: Mit Schneeschuhen und Winterstiefeln geht es auf den höchsten Gipfel im Nationalpark, den Großen Rachel – verschneite Wälder, panoramareiche Aussichten und intensive Naturerlebnisse warten.
Anfang Februar ging es gemeinsam mit dem DAV Ludwigsburg in die Schweiz, genauer gesagt nach Mollis im Kanton Glarus. Hoch oberhalb des Ortes liegt auf 1.389 Metern das Berggasthaus Fronalp – unser Basislager für ein winterliches Wochenende in den Glarner Alpen. Eine schönere Lage kann man sich kaum vorstellen: Berge, soweit das Auge reicht, dazu eine hervorragende Küche und überraschend gemütliche Betten – perfekte Voraussetzungen für erholsame Tage im Schnee.
Direkt von der Fronalp aus lassen sich zahlreiche Winterwanderungen, Schneeschuh- und Skitouren unternehmen. Bereits am Anreisetag starten wir mit einer gemütlichen Panoramatour, genießen die klare Bergluft und lernen unsere Gruppe besser kennen. Am nächsten Tag wird es dann deutlich sportlicher: Rund 1.000 Höhenmeter liegen vor uns, denn es geht mit Schneeschuhen hinauf auf den Gipfel des Schilt (2.299 m).
Dieser alpine Tourenklassiker in der Ostschweiz belohnt bei guten Bedingungen mit großartigen Ausblicken über das gesamte Glarnerland – und genau dieses Wetter durften wir an diesem Tag in vollen Zügen genießen.
Den GPX-Track zur Schneeschuhtour auf den Schilt findest du ganz unten im Artikel.
Eine der Top Schneeschuhtouren im Allgäu ist sicherlich die Wanderung vom Haldensee auf die Krinnenspitze. Die technisch mittelschwere Tour ist konditionell schon etwas fordernd. Schließlich geht es fast 900 Höhenmeter hinauf und wieder runter. Doch die 360-Grad Aussicht belohnt jegliche Anstrengung. Wer es etwas einfacher haben möchte, kann auch einen Teil der Strecke mit dem Lift fahren (derzeit allerdings geschlossen).
Wir hatten uns einen traumhaften Tourentag ausgesucht - strahlender Sonnenschein und eine absolut klare Fernsicht. Nur Schnee lag Ende Januar nicht mehr ganz so viel, was uns den Aufstieg durch den Wald etwas erschwerte. Umso glücklicher waren wir, als wir in den höheren Lagen im schneeweißen Winterwonderland standen.
In diesem Beitrag bekommst du einen Eindruck vom Charakter der Schneeschuhwanderung auf die Krinnenspitze, ergänzt durch eine Fotostory, eine kurze Tourenbeschreibung und einen GPX-Track zum Nachgehen der Route.
Im Januar erlebten wir eine unvergessliche Schneeschuhtour auf das Wertacher Hörnle – einen aussichtsreichen Gipfel in den Allgäuer Alpen. Abseits der üblichen Wege führte uns eine alternative Route durch stille, unberührte Winterlandschaften, die zum Staunen einladen und gleichzeitig eine wohltuende Ruhe ausstrahlen.
Diese Schneeschuhtour im Allgäu ist ideal für Naturliebhaber, die fernab der Massen die verschneite Bergwelt genießen möchten. Entlang des Weges eröffnen sich immer wieder beeindruckende Ausblicke auf die umliegenden Gipfel, begleitet von der klaren, frischen Winterluft. Schritt für Schritt nähern wir uns dem Gipfel und tauchen dabei immer tiefer in die besondere Stimmung dieser einsamen Wintertour ein.
Lass dich von der winterlichen Landschaft rund um das Wertacher Hörnle verzaubern und erlebe, wie entschleunigend und kraftvoll eine ruhige Schneeschuhtour sein kann. Begleite uns auf diesem Winterabenteuer und entdecke eine weniger bekannte Seite dieses beliebten Allgäuer Gipfels – perfekt für alle, die ein echtes Wintererlebnis abseits der Massen suchen.
Der Piz Tomül, auch bekannt als Wissensteinhorn, erhebt sich mit 2.945 Metern als höchster Gipfel des Safienkamms über dem ursprünglichen Safiental in Graubünden. Vom Gipfelgrat eröffnet sich ein beeindruckendes 360-Grad-Panorama mit Blick in das Valser- und Safiental sowie auf die umliegenden Alpen.
Anfang Februar erleben wir im Rahmen einer Tour mit dem DAV Ludwigsburg ideale Bedingungen für eine Schneeschuhwanderung auf den Piz Tomül: strahlender Sonnenschein, makelloser blauer Himmel und hervorragende Fernsicht. Nach einer erholsamen Nacht im Berggasthaus Turrahus starten wir gut erholt zu dieser aussichtsreichen Wintertour. Für mich persönlich bildet diese Schneeschuhtour den perfekten Abschluss meiner Wintersaison.
Die folgende Fotostory nimmt dich mit auf die Schneeschuhtour auf den Piz Tomül (Wissensteinhorn) und zeigt eindrucksvoll den Charakter der Route sowie die stille, winterliche Berglandschaft des Safientals.
Im Safiental im Kanton Graubünden in der Schweiz liegt eine der ursprünglichsten Winterlandschaften der Alpen. Zusammen mit drei weiteren Tälern bildet es den Naturpark Beverin, wo die traditionelle Walser Kultur bis heute vielerorts gelebt wird. Auch entlang des Schneeschuhtrails Camana führen die Wege vorbei an kleinen Walsersiedlungen und alten Ställen, die sich harmonisch in die verschneiten Berghänge einfügen.
Die Schneeschuhwanderung im Safiental ist ideal für Einsteiger und Genusswanderer, da das Gelände technisch einfach, überschaubar und nur gering lawinengefährdet ist. Die Route ist durchgehend gut markiert und erlaubt es, die winterliche Landschaft entspannt zu genießen. Immer wieder eröffnen sich dabei weite Ausblicke zu bekannten Gipfeln wie dem Piz Beverin, dem Bruschghorn, dem Glaspass und tief hinein ins Safiental.
In der folgenden Fotostory zum Schneeschuhtrail Camana bekommst du einen Eindruck vom Charakter der Tour, der Landschaft und der besonderen Atmosphäre dieses stillen Wintertals in der Schweiz.

Genussmomente auf dem Gipfel des Lusen mit seinem Meer aus Felsen: Diese Winterwanderung im Nationalpark Bayerischer Wald führt dich über die berühmte Himmelsleiter hinauf auf einen der schönsten Panoramagipfel der Region. Der Aufstieg ist zwar kurz, aber stellenweise steil – dafür eignet sich der breite Gipfel ideal für eine ausgiebige Rast. Besonders bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang ist der Lusen wegen seines schnellen Aufstiegs ein beliebtes Ziel. Von oben öffnet sich ein beeindruckender Rundumblick in alle Himmelsrichtungen.
Nähert man sich dem Gipfel über die Himmelsleiter, taucht man kurz unterhalb des höchsten Punktes in ein sagenumwobenes Felsenmeer aus Granitblöcken ein. Dieses Blockmeer wurde als geologische Sehenswürdigkeit ausgezeichnet und macht den Lusen noch einmal besonderer.
Auf dem Gipfel treffen wir außerdem eine ganz besondere Person – einen echten Rekordhalter. Mehr verrate ich an dieser Stelle noch nicht: In der folgenden Fotostory erfährst du, wer es ist.
Am Ende des Artikels findest du außerdem den GPX-Track der Tour, falls du die Winterwanderung auf den Lusen selbst nachgehen möchtest.
Mit klarer Winterluft und viel Vorfreude starten wir unsere Winterwanderung auf den Großen Rachel, mit 1.453 m der höchste Gipfel im Nationalpark Bayerischer Wald.
Der Weg führt uns über verschneite Pfade, vorbei am stillen Rachelsee, zur idyllischen Rachelseekapelle und hinauf zu einem Aussichtspunkt, der Panorama über Felsen, Wälder und Berge eröffnet. Ob mit Schneeschuhen oder Grödeln — der Rachel bietet im Winter eine eindrucksvolle Mischung aus Abenteuer, Natur und Bergglück.
In der folgenden Fotostory nehme ich dich mit auf diesen Wintertag: vom See bis zum Gipfel, mit allen Höhenmetern, Eindrücken und winterlichen Landschaften – ideal, wenn du selbst eine Winterwanderung im Bayerischen Wald planst.
Wir waren Ende Januar unterwegs auf einer Wintertour auf den Großen Arber – mit Grödeln statt Schneeschuhen, durch Eis und Schnee bis zum höchstem Wintergipfel im Bayerischen Wald.
Der Trail erwies sich als Herausforderung: Der Weg war nahezu durchgehend vereist und ohne Grödel kaum zu meistern. Doch wer sich die Zeit nimmt und vorsichtig geht, wird belohnt: Eine klassische Tagestour (ca. 6 Stunden), Winterlandschaft pur und echtes Gipfelglück auf 1.465 m.
In der folgenden Fotostory nehme ich dich mit auf den winterlichen Aufstieg – Schritt für Schritt, Bild für Bild. Am Ende findest du den GPX-Track zum Nachwandern.
Mit der winterlichen Luft im Gesicht und dem Rucksack auf dem Rücken machten wir uns auf den Weg zur Schöttelkarspitze — ein Berg mit 2.050 m Höhe im Karwendel, der selbst im Sommer eine konditionell anspruchsvolle Route bedeutet.
Doch wir wollten es wissen: bei Schnee und Eis, von unserem Ausgangspunkt in Krün aus.
Auch wenn wir den Gipfel an diesem Tag nicht erreichten, wurde der Wintertag zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die verschneite Landschaft, der Blick über weiße Gipfel und Täler und das Spiel von Licht und Nebel über dem Karwendel ließen mein Herz höher schlagen. Fernab vom Trubel, mit Freunden und voller Überraschungen — so fühlt sich Winter in den Bergen an.
In diesem Bericht nehme ich dich mit auf unsere Tour — ehrlich, persönlich und ohne Filter. Erfahre, wie winterliches Bergsteigen abseits perfekter Bedingungen aussehen kann.
Die Voraussetzungen für diese grandiose Schneeschuhtour in der Nagelfluhkette in den Allgäuer Alpen, hätte besser nicht sein können - strahlend blauer Himmel, Sonnenschein pur, wenig Menschen unterwegs und eine traumhafte Winterlandschaft. Nicht nur Genuss für's Auge sollte es geben, sondern auch für den Magen. Einige Alpen lockten auf der Strecke für eine genussvolle Einkehr.
Warum es dann doch irgendwie anders kam, werdet ihr alsbald erfahren. Gleich schon mal vorweg: es lag an uns.
Die Tour ist wirklich absolut empfehlenswert. Technisch nicht schwierig, ist sie auch für Schneeschuhtouren-Anfänger geeignet, wenn sie konditionsstark sind.
Auf einem alten Königsweg, hoch über den Dächern von Garmisch-Partenkirchen, wandern wir bei frischem Schnee und eisigen Temperaturen den Berg hinauf. Die Aussicht ist mega klasse: die komplette Kette des Wettersteingebirges, inklusive der Zugspitze, liegen direkt gegenüber von uns. Auch das Karwendelgebirge ist wunderschön zu erkennen - Berge soweit das Auge reicht :-)
Auch der Innere Genuss kommt am heutigen Tag nicht zu kurz. Eine Einkehrmöglichkeit gibt es auf dieser Tour ebenfalls, was bei den kalten Temperaturen auch wirklich empfehlenswert ist.
Die Tour ist konditionell nicht schwierig. Auch die Wegfindung ist selbst bei Schnee einfach. Trittsicher sollte man im Schnee allerdings schon sein, da der Weg an der ein oder anderen Stelle etwas ausgesetzt ist.
Der Belchen zählt zu den schönsten Bergen im Schwarzwald. Er ist zwar nicht der höchste, doch punktet er mit seiner sagenhaften Aussicht oben am Gipfelkreuz. Doch bekanntlich ist ja der Weg das Ziel und so ist es definitiv auch bei dieser Schneeschuhtour.
Auf teilweise steilen Pfaden geht es hinauf, wir hören unseren Atem und unser Herz pochen. Immer wieder tun sich fantastische Fernblicke auf, die sogar die Alpen am Horizont zeigen. Typisch Schwarzwald, mit dichten Tannenwäldern, ist diese Gegend hier nicht.
Genau dieses Kontrastprogramm fand ich so toll. Eine ganz andere und eigene Gegend präsentierte sich uns. Hochplateaus, Eichenwälder, vereiste Felsen und abenteuerliche Wege warteten auf uns.
Das alte Jahr ließen wir mit einer schönen Schneeschuhtour im Schwarzwald ausklingen. Zu Zeiten von Corona sollte man sich ja nicht ins Ausland, wie beispielsweise auch Österreich, begeben. So blieben wir einfach in unserem Bundesland. Auch hier gibt es lohnenswerte Outdoor-Ziele.
Auf das 1.415 Meter hohe Herzogenhorn sollte es gehen, das neben dem Feldberg der zweithöchste Berg im Schwarzwald ist.
Eigentlich nicht hoch das ganze, laut Schneeschuhwanderführer zählte die Tour allerdings zu den konditionsstarken und technisch schweren Touren in der Feldbergregion. Ich war gespannt, was uns erwarten würde.
Ende Februar war die Welt noch in Ordnung (zumindest im Montafon) und keine Spur von Corona, Kriese und Co. Als ich den Artikel heute schrieb, kam es mir fast schon wie eine längst vergessene Zeit vor. Zu sehr umgibt uns dieses Thema und hat bereits einen festen Platz in unserer Gedankenwelt eingenommen. Umso mehr sollten wir versuchen nach vorne zu schauen - die Zeit in der wir uns wieder frei bewegen können wird kommen. Und so lange gönnen wir der Natur eine Verschnaufspause, die sie sich verdient hat.
Vielleicht bringt euch diese Tour auf andere Gedanken und lässt die Vorfreude auf die kommenden Touren steigen. Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.
"Yeah - du bist dabei!"
Das waren die ersten Worte in der E-Mail von Bergzeit, die mich ordentlich aufwirbelten. Die ersten Sekunden war ich außer mir vor Freude und dann - tja und dann hatte ich ziemlich Bammel und zittrige Hände, bevor es überhaupt wirklich los ging - typisch Myri ;-)
Ich kann euch aber gleich vorweg verraten, es war eine megageile Tour und ein absolut unvergessliches Erlebnis für mich. Das lag zum einen an der Route selbst, einem super lieben Team, unseren tollen Bergführern und natürlich auch an der Tatsache, mit einem Profialpinisten wie Michi Wohlleben einen Tag lang unterwegs zu sein.

Gerne denke ich an diesen Tourentag zurück. Bei traumhaften Verhältnissen ging es auf die Lacherspitz. Vom Gipfel kann man bei guter Sicht sogar den Großglockner und Großvenediger sehen.
Auch wenn mich die Skitourengänger teilweise nervten, war der Tag rundum gelungen. Der Weg ist wunderschön und abwechslungsreich - kurze Stücke zwischen Nadelbäumen hindurch, steile Querungen, große freie Schneeflächen, tolle Ausblicke und ein (wer mag zwei) Gipfel als Ziel.

Die Sonne glitzert auf dem weißen Schnee. Egal in welche Himmelsrichtung man sich dreht, überall hat man ein traumhaftes Bergpanorama. Es ist ruhig - so gut wie keine Menschenseele ist an diesem Tag auf dieser Tour unterwegs. Hin und wieder hören wir unseren Atem, beim hinauf steigen der steilen Berghänge. Auf der weiten Ebene kommt unser Puls wieder zu Ruhe.
Die Schneeschuhtour auf den 1.692 Meter hohen Taubenstein, in den Bayrischen Voralpen, war schlicht weg PERFEKT. Ein Traumtag zum Erholen und neue Kraft zu tanken.
Ich mag den Trubel an Silvester nicht, dass ist mir immer viel zu laut. Warum also nicht Silvester fern ab von allem Raketen geböller verbringen? Es sprach nichts dagegen und so fuhren wir am 31.12. in den Schwarzwald.
Mit Schneeschuhen ging es am ersten Tag vom Schliffkopf, über den Ruhestein und zum Mummelsee. Den klassischen Neujahresanfang um 0 Uhr verpassten wir, zu fertig waren wir nach der ersten Schneeschuhtour. So schliefen wir also von 22 Uhr bis zum nächsten Morgen durch.
Den 01.01. läuteten wir sportlich ein und liefen über den Wildsee knapp 14 Kilometer bis zu unserem Ausgangspunkt.
Eine fantastische Etappen-Schneeschuhtour im Schwarzwald. Abwechslungsreiche Wege, eine wunderschöne Landschaft, drei kleine Gipfe und super Einkehrmöglichkeiten.
Was glaubt ihr für was haben wir uns entschieden?
Richtig, eine Schneeschuhtour an Silvester. Absolut empfehlenswert, für alle die dem Trubel entfliehen wollen.
In der Nähe von Grän startete unsere zweite Tour im Februar. Anfangs war ich etwas launisch, da der Weg auf einer Asphaltstraße verlief und diese geräumt war. Tolle Schneeschuhwanderung auf einer geräumten Straße, dachte ich sarkastisch. Wir versuchten so halbwegs am Straßenrand zu laufen, um zumindest ein bisschen Schnee unter den Schuhen zu haben.
Micha meinte dann irgendwann, "lass uns die Dinger abschnallen und so weiter laufen". Mürrisch zog ich mir die Schneeschuhe aus und ging mit ihnen in der Hand weiter. Nach 5 Minuten ging der Weg in einen kleinen Pfad über und siehe da, es lag Schnee :-). Also Schneeschuhe wieder an und weiter ging`s - schon besser gelaunt ;-).
Im Februar unternahmen wir unsere zweite Schneeschuhtour im Tannheimer Tal. Der Lawinenlagebericht der letzten Tage sah leider nicht gerade gut aus. Die Touren die wir uns ausgesucht hatten, wiesen ein paar Stellen mit über 30 Grad steilem Gelände auf, was je nach Bedingungen eine erhöhte Lawinengefahr bedeutet. Umso glücklicher waren wir, als am Morgen unserer Tour die Lawinenwarnstufe nach unten gegangen war.
Unserer Meinung nach konnten wir die Tour auf den Bschießer also starten. Wir waren uns im Vorfeld jedoch einig, welche Passagen wir genauer vor Ort betrachten mussten um evtl. den Rückweg anzutreten.
Die Schneeschuhtour zum Schönkahler und zum Wannenjoch ist zwar schon eine Weile her, trotzdem möchte ich euch die tollen Bilder nicht vorenthalten.
Schneeschuhgehen stellen sich viele einfach vor. Das ist es theoretisch auch, man schnallt sich die Schneeschuhe an, nimmt noch ein paar Stöcke mit und läuft etwas breitbeinig durch den Schnee. Aufgrund der breiten Auflage der Schneeschuhe sinkt man nicht ein und kommt so relativ gut voran. Auch steile Stücke lassen sich super meistern.
Na dann, können wir ja starten, oder?
