Sardinien Teil 8: Karstschlucht Gola di Gorropu

Eine der tiefsten Schluchten ihrer Art in Europa

Die Schluchten auf Sardinien haben es mir echt angetan. So geht es auch heute in eine viel besuchte Karstschlucht - die Gola di Gorropu.

 

Das tolle an dieser Tour, jeder kann nach Lust und Können so weit in die Schlucht gehen, wie er mag. Umso weiter man hinein geht, umso schwieriger wird es und man sollte gut im klettern sein. Tatsächlich würde man ab einer bestimmten Stelle auch eine Kletterausrüstung wie Seil und Hüftgurt benötigen.

 

Aber bereits der erste Teil der Schlucht beeindruckt sehr. Große, runde, glattgeschliffene, weiße Findlinge versperren den Eingang zur Schlucht. Diese müssen erst mal überwunden werden.

Rother Wandertour Nr. 20 (alte Auflage Nr. 17)

Der Einstiegspunkt zur Gola di Gorropu
Der Einstiegspunkt zur Gola di Gorropu

Auch diese Tour stammt wieder aus dem Rother Wanderführer Sardinien.

 

Der Anfahrtsweg zum Ausgangspunkt der Wanderung war wieder sehr gut beschrieben. Vor ein paar Tagen waren wir bereits hier und wanderten zur Karsthöhle Tiscali. Daher wussten wir bereits, das wir uns die Parkgebühr von 6 € sparen konnten, indem wir einfach noch ein Stück weiter fuhren und am Pistenrand parkten.

 

Nach der Brücke liefen wir dieses mal links anstatt rechts. Keine Sorgen, merken muss man sich das ganze nicht - alles ist super beschildert, bis direkt zur Schlucht. Ein verlaufen ist bei dieser Tour nicht wirklich möglich.

 

 

Laufen empfohlen

Durch das Oddoene-Tal
Durch das Oddoene-Tal

Der erste Streckenabschnitt bis zur Schlucht verläuft auf einer breiten Piste, bevor der Weg schmäler wird. Vermutlich fahren hier hin und wieder auch Jeeps, zumindest konnte man die Reifenspuren deutlich erkennen.

 

Eine solche Jeepfahrt würde ich jedoch nicht empfehlen, der Weg ist einfach sehr schön zu laufen. Größtenteils im Schatten der Bäume liefen wir meist oberhalb des Flusses Riu Flumineddu entlang. Der Weg ist absolut nicht anstrengend und nach ca. 1,5 Stunden erreichten wir den Eingang zur Schlucht.

Eingang zur Karstschlucht

Will jemand einen Findling im Garten? Hier ging es genug Auswahl ;-)
Will jemand einen Findling im Garten? Hier ging es genug Auswahl ;-)

Wir kauften das Ticket in Höhe von 5 € pro Personen, um die Schlucht besichtigen zu dürfen. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung auf englisch, ging es los.

 

Wir wurden über die einzelnen Abschnitte der Schlucht aufgeklärt. Der erste Teil ist der einfachste, dann wird es immer ein Stück schwieriger. Die verschiedenen Bereiche sind farblich markiert. Wenn man also bereits am Anfang beschließt nur den einfachen Teil zu gehen, ist dies grün markiert. Wird die Markierung dann zu gelb, erreicht man die nächste Schwierigkeitsstufe und man kann dann einfach umdrehen. Übersehen kann man dies wirklich nicht. In die Schlucht darf dann jeder selbst rein, also ohne Begleitung eines Guides.

Andere Wege probieren

Das war übrigens unser Pausenplätzchen
Das war übrigens unser Pausenplätzchen

Selbst der erste, einfache Teil ist schon sehr schön. Riesige Findlinge versperren einem den Weg. Läuft man etwas abseits des markierten Weges, kommt man bereits hier auf Kraksel-Kosten.

 

Auch wie liefen immer mal wieder unseren eigenen Weg und standen oft vor tiefen Abgründen, wo es nicht weiter ging. Verirren kann man sich nicht. In der Schlucht sind doch einige Menschen unterwegs und man erkennt gut, wo der eigentliche Weg ist.

 

 

Seile helfen über glatte Stellen

Sieht gar nicht so rutschig aus, war es aber
Sieht gar nicht so rutschig aus, war es aber

Im nächsten Abschnitt ändert sich die Steinform. Die runden Findlinge weichen dem schroffen Kalkstein. Hohe Felswände links und rechts ragen in die Lüfte und beeindruckten mich. Angenehm im Schatten der Wände drangen wir tiefer in die Schlucht ein.

 

Immer wieder kletterten wir über große Felsen, die den Weg versperrten.

 

Im letzten Abschnitt sind zwei Stellen mit Seilen abgesichert. Die Felsen sind an einer Stelle so glatt, das selbst die Wanderstiefel keinen Halt fanden. Zum Glück ist hier das Seil angebracht und wir konnten uns einfach nach oben ziehen.

Endstation

Solche Wege liebe ich
Solche Wege liebe ich

Das Ende des letzten Abschnitts ist mit einer kleinen Steinmauer gekennzeichnet. Ab hier wir die Schlucht nicht mehr "gewartet". Wir entschieden noch ein kleinen Stück weiter zu gehen. War klar, oder? Bin halt neugierig ;-)

 

Tatsächlich wurde es ab hier gleich deutlich schwieriger. Rutscht man hier von den Felsen ab, bedeutet dies unter Umständen tiefere Stürze und somit schlimmere Verletzungen.

 

Ein Mann kam uns entgegen, ausgestattet mit Seil, Helm und Karabinern. Wir hatten keine Kletterausrüstung dabei und drehten daher nach ein paar Metern wieder um.

Rückweg

Wir gingen auf gleichem Weg wieder zurück. Vorher füllten wir unsere Flaschen noch an der Quelle direkt vor der Schlucht auf. Der Guide wies uns extra darauf hin, dass dies hier Trinkwasser sei.

 

Theoretisch hätte man den Weg nach der Schlucht auch im Flussbett des Riu Flumineddu zurück gehen können. Das wäre aber durchgehend in der Sonne gewesen. Wir wollten keinen Hitzestich herausfordern und wählten daher den gleichen Rückweg im Schatten der Bäume. Außerdem führte der Fluss eh so gut wie kein Wasser.

 

Der Wanderführer empfahl Badeschuhe für den oberen Teil der Schlucht. Da wir bereits auf den Touren davor die Erfahrung gemacht hatten, das alles ausgetrocknet war, nahmen wir hier keine extra Schuhe mit. Das war auch die richtige Entscheidung, da wieder alles staubtrocken war.

 

**Tourdaten**

Schwierigkeit: blau (leicht), in der Schlucht rot (mittel) 

Höhenunterschied: 280 m

Kilometer: ca. 13,5 km

Dauer: ca. 4,5 Stunden

Fazit:

Super schöne Tour, die bestimmt auch Kinder sehr begeistern würde. Der erste Teil der Schlucht kann meiner Meinung nach problemlos auch mit Kindern begangen werden. Da man zum Glück oft im Schatten läuft, ist diese Wanderung auch sehr gut an heißen Tagen zu empfehlen.

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