Sardinien Teil 4: Zwei kurze Wanderungen auf der Insel San Pietro

Rother Wandertour Nr. 59

Unsere zwei Wanderungen führen uns dieses mal auf die kleine Insel San Pietro, die ebenfalls zu Sardinien gehört.

Der westliche Teil der Vulkaninsel steht unter Naturschutz und ist landschaftlich besonders reizvoll.

 

Für Wanderer wurden zwei Pfade angelegt, der "Sentiero verde" und der "Sentiero rosso". Die Rother Wanderführer* Tour Nummer 59 verbindet diese beiden Touren zu einer ca. zweistündigen Wanderung.

 

Uns erwarteten beeindruckende Steilküsten, zerklüftete Felsen die an eine Mondlandschaft erinnern und tolle Blicke auf das türkisfarbene Meer.

 


Stau vor der Fähre

Ich bin nicht wirklich gut im warten...
Ich bin nicht wirklich gut im warten...

Um überhaupt auf die Insel zukommen, ging es mit dem Auto erst mal nach Calasetta. Von dort wollten wir die 09:00 Uhr Fähre zur Stadt Carloforte auf San Pietro nehmen.

 

Pünktlich am Ticket Schalter angekommen, mussten wir feststellen, dass die erste Fähre nur für LKW`s und die arbeitende Bevölkerung vorgesehen ist. Na toll, die nächste Fähre fuhr erst um 10:20 Uhr ab :-(. Das zeitige Aufstehen hat sich aber dennoch gelohnt. So hatten wir jetzt mit unserem Auto die Pole Position und somit die Garantie einen Platz auf der nächsten Fähre zu bekommen.

 

 

Warten auf die Fähre

Puhhh, mein Rücken schmerzt vom nichts tun
Puhhh, mein Rücken schmerzt vom nichts tun

Wir vertrieben uns die Zeit mit Kaffee trinken, spazieren gehen und dabei den Fischern bei ihren Vorbereitungen zuzusehen.

 

Die Autoschlangen vor der Fähre wurden immer länger. Da nur ca. 12 Autos Platz auf dem Schiff haben, lohnt sich wirklich früh vor Ort zu sein. Auch sinnvoll, die Uhrzeit der Rückfahrt gleich fest zu buchen. Tut man dies nicht, hat man aufgrund der wenigen Plätze auf der Fähre keine Garantie überhaupt wieder zurück zu kommen. Für zwei Personen plus Auto zahlten wir 26€.

 


Mit dem Auto über`s Wasser

Unser "Panda" macht sich vorne rechts ganz gut ;-)
Unser "Panda" macht sich vorne rechts ganz gut ;-)

Und dann ging es los. Unser Fiat Panda fuhr als erster aufs Schiff. Zahlreiche Lotsen wiesen die Autos ein, was auch wirklich sinnvoll war, denn die Autos standen extrem dicht nebeneinander.

 

Die Fahrt dauerte rund 45 Minuten und verlief sehr ruhig. Auf San Petro angekommen, mussten wir noch weitere 30 Minuten zu unserem Ausgangspunkt der Wanderung fahren.

Tolle Farbkontraste

Schöner Blick auf die "Cala Fico"
Schöner Blick auf die "Cala Fico"

Am Parkplatz am Capo Sandalo angekommen, erwartete uns die gewohnt Stille, wie bisher bei jeder Wanderung auf Sardinien.

 

Wir liefen eine Piste hinunter zum Meer und genossen erst mal eine Weile das Rauschen der Wellen. Was duftet hier um uns herum so gut? Schnell haben wir die Pflanzen ausfindig gemacht. Überall wuchs Fenchel und verströmte seinen Duft. Nicht nur der Duft gefiel uns, auch die stechend hellgrüne Farbe der Pflanzen bot einen tollen Kontrast zum blauen Meer und den hellen Klippen.

Sentiero verde

Ich bin wirklich schwer beeindruckt von dieser tollen Felskulisse
Ich bin wirklich schwer beeindruckt von dieser tollen Felskulisse

Der "Sentiero verde" ist mit einem großen Schild an der Bucht ausgeschrieben und kann nicht verfehlt werden. Gleich zu Beginn krakseln wir auf die Klippen hinauf und folgen dem markierten Pfad. Letztlich ist es auch nicht so schlimm, wenn man etwas abseits des Weges läuft, solange man nicht die Klippen hinunter purzelt.

 

Das Gestein faszinierte mich total. Ich komme mir vor wie in einer anderen Welt - Wind und Salz haben die Steine wahnsinnig tolle Formen bilden lassen. Sehr scharfkantig, porös und löchrig sind die Felsen. Eine wirklich sehr beeindruckende Landschaft, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

  

Leuchtturm am Capo Rosso

Blick vom Capo Rosso auf den Leuchtturm
Blick vom Capo Rosso auf den Leuchtturm

Um auf den "Sentiero rosso" zu kommen, muss man leider ein kleines Stück an der Straße laufen. Ist aber nicht weiter schlimm - die Straße ist so gut wie nicht befahren.

 

Wir liefen am Capo Rosso über einen mit Steinplatten befestigten Weg an die Spitze des Kaps. Von hier hat man einen tollen Ausblick auf den Leuchtturm und die Stadt La Caletta.

 

Der "Sentiero rosse" startet ebenfalls hier und ist super markiert.

Sentiero rosso

Da runter springen? Nein, danke ;-)
Da runter springen? Nein, danke ;-)

Der Pfad führt hinab ans Meer. Über größere und kleinere Steine krakselten wir hinunter. Immer wieder verließen wir den Weg und liefen vor bis an den Rand der Steilküste. Ein wirklich sehr imposanter Ausblick hatten wir von dort.

 

Touristen auf kleinen Ausflugsbooten winkten uns zu und forderten uns auf von den Klippen ins Meer zu springen. Ne, ne, ne, das haben wir mal schön sein gelassen, wobei die Hitze dazu schon verlockt hätte.

 

Am Ende des Weges hätte es dann tatsächlich eine Bademöglichkeit in einer kleinen Bucht gegeben. Wir entschieden uns jedoch an einen Sandstand zu fahren und so traten wir auf gleichem Wege den Rückweg an.

Badebucht "Caletta"

Entspannen am Strand von "Caletta"
Entspannen am Strand von "Caletta"

Mit dem Auto fuhren wir anschließend noch zur Badebucht "Caletta". Eine traumhaft schöne Bucht, mit weißem Sandstrand und glasklarem Wasser.

 

Auch das kleine Strandlokal ist sehr zu empfehlen. Dort genossen wir nach der kleinen Wandertour erst mal ein gekühltes Getränk und ein Panini bevor wir uns im Meer abkühlten.

 

Die Rückfahrt inkl. Fährfahrt verlief problemlos - wir hatten ja bereits unsere Rückfahrgarantie eingekauft ;-)

 

**Tourdaten**

Schwierigkeit: mittel (rot)

Höhenunterschied: 190m

Kilometer: ca. 6 km

Dauer: ca. 2 Stunden

Fazit:

Ein Ausflug auf die Insel San Pietro würde ich in jeden Fall wieder unternehmen. Landschaftlich zeigt sich einfach nochmals ein ganz anderes Sardinien. Die Tour ist super schön und absolut empfehlenswert. Aufgrund der kurzen Wanderdauer besteht noch reichlich Zeit die schönen Strände der Insel oder die Stadt Carloforte zu besuchen.

Auf jeden Fall rechtzeitig bei der Fähre sein, dann steht der Inseltour nichts im Wege ;-)

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