Sardinien Teil 1: Cala Goloritze - von oben und unten

Der Plan steht

Micha und Myri on Tour ;-)
Micha und Myri on Tour ;-)

Unseren diesjährigen Sommerurlaub verbrachten mein Mann Michael und ich auf Sardinien. Wir waren zum ersten mal auf dieser Insel. Vor allem wollten wir viel wandern, die Insel erkunden und das Meer genießen.

 

Heute lest ihr den ersten Teil meiner Sardinien-Reihe. Jeder Teil wird sich aus einer Wandertour plus natürlich Fotos zusammensetzen. Die Wanderungen stammen alle aus dem "Rother Wanderführer - Sardinien"*, den ich sehr empfehlen kann.

 

Und los geht's mit meinem ersten Sardinien-Beitrag

"Die Wanderung zur Cala Goloritze". Viel Spaß beim lesen ;-)

 

Rother Wandertour Nr. 28

Schöner Pfad durch ein Steineichenwäldchen
Schöner Pfad durch ein Steineichenwäldchen

Das Parken auf Sardinien ist ja so eine Sache. Wir wurden mehrfach darauf hingewiesen, das oft Autos aufgebrochen werden. Daher waren wir ganz froh, dass bei dieser Wanderung der Startpunkt ein Parkplatz auf einem Campingplatz war, der bewacht wurde.

 

Bereits hier musste man den "Eintritt" für die Cala Goloritze in Höhe von 6€ pro Person begleichen. Es hieß das Geld wird u.a. für den Naturschutz verwendet.

 

Nach dem Eingangstor liefen wir ein Stück weit mit den anderen Touristen den gleichen Weg. Es gibt nämlich zwei Wege zur Bucht. Einen direkte mit ca. 1,5 Stunden Fußmarsch oder den unseren mit ca. 2,5 Stunden Gehstrecke.

 

Guter Helfer - unser GPS-Gerät

Michi auf dem Geröllweg Richtung Grat
Michi auf dem Geröllweg Richtung Grat

Nachdem unser Weg abbog, waren wir sehr froh über unser GPS Gerät, das wir dabei hatten. Der Weg war so gut wie gar nicht markiert. Es gab unzählige Ziegenpfade die kreuz und quer in alle Richtungen führten. Ohne das GPS Gerät hätten wir den Weg durch die Maccia (Sträucher und kleinere Büsche) nicht gefunden. Wir hatten uns in Deutschland noch die Rother Wandertouren auf unser GPS-Gerät geladen und konnten so den Weg super finden.

 

Bald schon führte der Weg in einen kleineren Wald, der uns den ersehnten Schatten spendete. Nach dieser Wohltat ging es in Kehren steil bergauf. Der Weg verlief über viel Geröll und einige Steinplatten hinauf bis zum Grat.

 

Gefühlte Temperatur von 40 Grad

Mhhhhhhmmm, das schmeckt lecker - frischer Thymian
Mhhhhhhmmm, das schmeckt lecker - frischer Thymian

Oben angekommen hieß es erst mal: ordentlich was trinken. Die Hitze war einfach unerträglich und wir merkten schnell, wie sehr wir austrockneten. Die zwei Liter pro Person, die wir dabei hatten werden wir auf jeden Fall brauchen, dachten wir.

Oben auf dem breiten Grat ging es dann gemächlich zu. Durch die Maccia hindurch führten mal mehr mal weniger vorhandene Pfade. Wir kamen an einem Hof mit vielen Tieren vorbei. Die Eselchen fand ich besonders süß und musste sie unbedingt mit frischem Thymian füttern, der hier überall wächst. Esel und ich waren glücklich und so gingen wir weiter in Richtung Gipfel.

 

Ziel vor Augen

Traditionelle sardische Hirtenhütte
Traditionelle sardische Hirtenhütte

Das Gelände wurde wieder felsiger. Wir machten einen kleinen Fotostop an einer Hirtenhütte, die mit Wacholderscheiten und Steinen errichtet wurde.

 

Bald war das Meer in Sicht und sofort wehte uns eine frische Meeresbriese um die Nasen. Ahhhhh, was für eine Wohltat für unsere erhitzten Köpfe.

Die Küste von Cala Gonone kam in Sicht und auch unser Gipfel, die "Punta Salinas" war zu erkennen.

Mit einem Ziel vor Augen lässt es sich doch gleich viel motivierter laufen. Über Geröll und Felsen krakselten wir das letzte Stück zum Gipfel hoch und waren von der Aussicht überwältigt.

 

Traumhafte Aussicht von der Punta Salinas (466m)

Auch die Cala Gonone und Cale Luna sind zu sehen. Zu diesen Buchten ging es an anderen Tagen.
Auch die Cala Gonone und Cale Luna sind zu sehen. Zu diesen Buchten ging es an anderen Tagen.

Der Blick hinab zur Cala Goloritze und deren markanter Felsnadel ist wirklich traumhaft schön. Wir freuten uns schon sehr, später in das türkisblaue Wasser abzutauchen. Die zahlreichen weißen Boote bilden einen schönen Kontrast zum Meeresblau. Wir haben einen super Fernblick über die grauweißen Kalkfelder der Ostküste.

 

Ein perfekter Mittagspausenplatz dachten wir. Wir packten unsere Brote aus und genossen diese mit dem leckeren sardischen Käse.

Frisch gestärkt ging es abwärts.

Ziel: Erfrischung im Meer später ;-)

 

Bald haben wir`s geschafft

Der "Normalweg" zur Cala Goloritze
Der "Normalweg" zur Cala Goloritze

Der Abstiegsweg ist eine steile Geröllrinne, die nicht wirklich Spaß macht zu laufen. Es war dann aber doch deutlich weniger schwierig, als im Rother Wanderführer beschrieben. Eine wirkliche Absturzgefahr war für uns nicht erkennbar.

 

Nach einer Weile stießen wir auf den anderen Weg, der direkt zur Cala Goloritze führt. Ab hier war dies unser Weg bis zur Bucht. Über Stock und Stein verlief dieser Weg in einer teils bewaldeten und damit schattigen Schlucht.

 

Die berühmte Felsnadel "Aguglia"

Für Kletterer eine besondere Herausforderung in den obersten Schwierigkeitsgraden - die Felsnadel Aguglia.
Für Kletterer eine besondere Herausforderung in den obersten Schwierigkeitsgraden - die Felsnadel Aguglia.

Schon bald erkannten wir zwischen den Baumzweigen hindurch die 147m hohe Felsnadel "Aguglia". Bei Kletterern ist diese Felsnadel sehr beliebt.

 

Nach ca. 2,5 Stunden kamen wir an der Cala Goloritze an.

 

Ein Genuss - die Cala Goloritze

Klein aber fein, die Cala Goloritze
Klein aber fein, die Cala Goloritze

Eine wirkliche Traumbucht...

wenn da nicht die vielen Menschen wären.

 

Wir hofften, dass wir nicht all zu viele Badegäste antreffen würden, da es ja keinen Parkplatz direkt an der Bucht gibt. Leider war dem nicht so. Die kleine Sandfläche war mit vielen Menschen und Handtüchern belegt. Wie sich später herausstellte, kommen tatsächlich nicht viele Leute zu Fuß. Die meisten kommen mit Booten und Ausflugsschiffen hier her.

 

Naja, wir fanden wir hatten uns das kühle Nass wirklich verdient und sprangen genüsslich ins Wasser. Das Meer war glasklar - keine Algen, keine Unklarheiten. Saubereres Meerwasser habe ich bisher noch nirgendwo gesehen.

 

 

Der Rückweg

Das letzte Teilstück verlief meist auf sandig, felsigem Untergrund
Das letzte Teilstück verlief meist auf sandig, felsigem Untergrund

Gegen Nachmittag machten wir uns auf den Rückweg. Dieser verläuft auf direktem Weg von der Bucht bis zum Parkplatz. Laut Wanderführer war dieser Rückweg mit 1,40 Stunden angegeben. Wir brauchten

ca. 1 Stunde dafür.

 

Der Weg war das erste Teilstück sehr angenehm zu laufen, da der Weg vollständig im Schatten liegt. Die letzte halbe Stunden liefen wir dann allerdings wieder in der prallen Sonne.

 

Wir gönnten uns noch ein Eis am Parkplatz und machten uns dann mit dem Auto Richtung Heimweg.

  

 

**Tourdaten**

Schwierigkeit: schwer (schwarz)

Dauer laut Rother Wanderführer: 4 Stunden 30 Minuten

Dauer wir: ca. 3 Stunden 50 Minuten

Höhenunterschied: ca. 720m

Kilometer: ca. 11,3km

 

Fazit:

Die Tour ist eine meiner Lieblingstouren auf Sardinien - nicht nur wegen der bilderbuchhaften Bucht. Die Wege sind sehr abwechslungsreich. Mal sandig, mal erdig, mal geröllig, mal felsig... Immer wieder hat man schöne Aussichten auf das Gebirge Supramonte di Baunei, auf die Kalkfelsen der Ostküste sowie auf den Golf von Orosei.

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Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Daniel (Samstag, 15 April 2017 13:30)

    Cooler Beitrag, ich war auch schon mal auf Sardinien und heuer geht es mit dem Motorrad hin! Die Cala Goloritze soll ja toll sein, mich stören die Menschenmassen jedoch zu sehr als dass ich de Wanderung auf mich nehmen würde...

  • #2

    Myriam (Samstag, 15 April 2017 17:45)

    Hi Daniel,
    ja, die Cala Goloritze ist echt traumhaft schön. Es gibt natürlich nicht viel Liegefläche, daher geht es schon recht eng zu. Wir waren gegen Nachmittag an der Bucht und da gingen schon viele wieder zurück. Wie du auf den Fotos sehen kannst, waren wir teilweise die einzigen im Wasser.
    Dir viel Spaß bei deinem Motorrad-Trip auf Sardinien.

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