Nepal Mustang Trekking Tag 8 - von Lo Manthang nach Tsarang

Allgemeine Infos

Die Ruine des Königspalastes von Lo Manthang
Die Ruine des Königspalastes von Lo Manthang

Ein gemächlicher Trekking-Tag stand uns bevor. Viele Höhenmeter mussten wir heute keine schaffen. Umso mehr Zeit hatten wir, die traumhafte Landschaft zu genießen. Immer am Horizont vor uns zu sehen, die Annapurnagebirgskette. Auch unser Zielort Tsarang hatte kulturell viel zu bieten.

 

Unser Guide Hari erklärte uns noch interessantes zu Land und Leute, das ich euch nicht vorenthalten möchte.

Im ganzen Mustang Gebiet leben nur ca. 15.000 Menschen. Ende November verlassen die meisten das Gebiet für die nächsten drei Wintermonate. Sie gehen dann in die Städte Kathmandu, Pokhara oder nach Indien. Früher sind sie mit den Pferden ausgereist, heute fahren Busse. Die alten Menschen, die nicht mehr reisen können, bleiben in ihren Häusern im Mustang Gebiet. Im Dorf werden ein paar Menschen gewählt, die ebenfalls mit den Alten hier bleiben müssen. Diese versorgen dann die Tiere und schauen nach den Häusern der Dorfbewohner. Wenn zum Beispiel Schnee auf den Lehmdächern liegt, müssen sie diesen wegräumen, da sonst das Dach einstürzen kann.

Auf dem Lo-La Pass

Wie üblich schmücken bunte Gebetsfahnen den Pass
Wie üblich schmücken bunte Gebetsfahnen den Pass

Heute starteten wir etwas später als sonst. Der Weg wäre laut unserem Guide Hari heute sehr easy. In ca. 4 Stunden sollten wir Tsarang erreichen. Zum Frühstück hatte ich heute mal einen anderen Brei - Reisbrei, anstatt dem üblichen Tsampa.

 

Wir überquerten den höchsten Punkt des heutigen Tages, den Lo-La Pass auf 3.950 Metern. Danach ging es stetig bergab auf einer ausgefahrenen Jeep-Strecke. Wir hatten Glück, an diesem Tag fuhr kein einziges Auto an uns vorbei. Lediglich einen parkenden Bus bekamen wir zu Gesicht.

 

Traumhaftes Fotomotiv

Ein Traummotiv  eines jeden Fotografen und mir ;-) - die Stupa Sungda Chhorten
Ein Traummotiv eines jeden Fotografen und mir ;-) - die Stupa Sungda Chhorten

Obwohl ich diese Jeep-Strecken überhaupt nicht mag, war die heutige vom umliegenden Panorama grandios. Wir hatten den ganzen Weg über die faszinierenden Schneeberge der Annapurnakette vor uns. Das Wetter war an diesem Tag wieder einsame spitze - wie ich den Kontrast von blauem Himmel und weißen Bergen liebe :-)

 

Mitten im Nirgendwo tauchte eine wunderschöne Stupa auf und bot ein tolles Fotomotiv. Hari erklärte uns, dass die Stupa im 17. Jahrhundert für die damalige Königin erbaut wurde. Der Name der Stupa lautet "Sungda Chhorten" und sie wurde bisher dreimal restoriert.

Von wo wir kamen

Kurz vor Tsarang hatten wir einen tollen Blick auf Ghar-Gompa, unserer Trekking-Strecke vor ein paar Tagen. Danach ging es steil bergab.

 

In der Schlucht angekommen, strahlte uns das gelb-orangene Herbstlaub der Bäume entgegen. Die Landschaft wirkte auf einmal ganz anders. Ein kleines Flüsschen plätscherte an uns vorbei und einfach jeder genoss diesen ganz besonderen Ort. In der Mitte des Platzes befand sich eine kleine Stupa unter der man durchlaufen konnte.

 

Wir verweilten ein bisschen hier und genossen die wärmenden Sonnenstrahlen.

 

Blick auf Ghar-Gompa - hier kamen wir vor ein paar Tagen vorbei
Blick auf Ghar-Gompa - hier kamen wir vor ein paar Tagen vorbei
Im Tal unterhalb von Tsarang
Im Tal unterhalb von Tsarang

Leckerbissen in der Maja-Inn Lodge

Alle warten mit hungrigen Mägen auf unseren Mittagssnack
Alle warten mit hungrigen Mägen auf unseren Mittagssnack

Wie bei jeder Schlucht ging es anschließend wieder steil bergauf. Das Stück hielt sich heute aber sehr in Grenzen. Oben angekommen, waren wir schon am Ziel des heutigen Tages - Tsarang.

 

Zum Mittagssnack gingen wir erst mal in unsere Lodge - dem Maja-Inn. Die Lodge war sehr schön und alle staunten nicht schlecht, als wir hörten, das es warmes Wasser gibt. Das werde ich später auf jeden Fall testen ;-)

 

Ich aß eine Chocolate-Roll. Das war ein Snickers umwickelt mit Teig und das ganze dann frisch frittiert. Mhhhhhh, lecker.

 

Klosterbesichtigung in Tsarang

Das Kloster von Tsarang
Das Kloster von Tsarang

Heute hatten wir viel Zeit das Dorf in Ruhe zu besichtigen.

 

Als erstes gingen wir zum Kloster, das vor ca. 685 Jahren erbaut wurde. In dem Kloster waren hunderte von sehr alten Büchern mit goldener Schrift, die laut Hari sehr wertvoll seien.

 

Grundsätzlich kann jeder ein Buddha werden, erklärte uns Hari, man müsse sich nur nach den Regeln verhalten. Um ein Lama zu werden, muss man unter anderem 3 Jahre, 3 Monate und 3 Tage meditieren. Um ein ranghöheres Mitglied zu werden, muss man außerdem 3 Monate in einer Höhle leben.

Sommerpalast des Königs und grausamer Fund

Der königliche Sommerpalast
Der königliche Sommerpalast

Danach besichtigten wir noch den Sommerpalast des Königs. Dieser wird aber nicht mehr genutzt. Das hätte mich auch sehr gewundert, da er von außen eher einer Ruine gleicht.

 

Im Inneren den Palastes war es sehr dunkel. Lediglich mit dem Handylicht konnte man etwas erkennen. Ein bisschen schaurig wirkte es hier drinnen schon. Alleine hätte ich hier sicherlich nicht sein wollen. Viele Statuen waren noch vorhanden und standen staubverhangen in den Räumen. Fotografieren war leider verboten.

 

Über alte, morsche Leitern gingen wir ein paar Stockwerke höher. So wirklich stabil wirkte das Gebäude nicht mehr. Naja, wird ja nicht gerade zusammenbrechen, wenn ausgerechnet wir da drin sind, dachte ich mir.

 

Wir gingen weiter zum Waffenraum. Hier fanden sich tatsächlich noch einige Waffen, Masken und....ihhhgittt, was ist denn das????? An der Wand hingen zwei getrocknete Menschenhände. Hari erklärte uns, das die Hände dem damaligen Palast Erbauer gehören. Damit der Palast einzigartig blieb und der Erbauer keinen ähnlichen Palast mehr bauen konnte, wurden ihm damals beide Hände abgehackt - armer Bursche :-(

 

Mir geht's gut :-)

Sonnenuntergang über den Bergen der Annapurna- und Nilgirigebirgskette
Sonnenuntergang über den Bergen der Annapurna- und Nilgirigebirgskette

Danach ging es wieder zurück in die Lodge und meine heiße Dusche Stand auf dem Plan. Ihr werdet es kaum glauben, sie war wirklich warm :-) :-) :-).

Das Wasser rann zwar nur aus vier kleinen Löchern aus der Brause, aber das war mir egal - Hauptsache warm.

 

Zum Abendessen gab es heute wieder das landestypische Dal-Bhat. Leider war mein Essen kalt. Ist auch nicht verwunderlich, da die Außentemperatur so ziemlich alles in null komma nix kalt werden lässt. Hari meinte auch, dass es dieses Jahr im Oktober/ November viel kälter in der Region sei als sonst. Na toll, warum ausgerechnet wenn ich hier bin?

 

Die Lodge hatte einen tollen Souveniershop. Die Frau erklärte mir, das sie den Schmuck größtenteils selbst anfertigen. Ich kaufte mir zwei Ringe und ein typisches Nepal-Tuch aus Yak-Wolle, das um die Hüfte getragen wird. Danach setzte ich mich wie immer in die Küche und ging dann um 21 Uhr ins Bett.

 

Trekkingverlauf:

Von Lo Manthang nach Charang 

Strecke: ca. 13,2 km

Aufstieg: ca. 363 m

Abstieg: ca. 613 m

max. Höhe: 3.960 m

min. Höhe: 3.483 m

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