Hochtour zum Fluchthorn (3.795m) und Strahlhorn (4.190m)

Tag 1: von Saas-Fee zur Britannia Hütte

Die Britannia Hütte auf 3.030m Höhe
Die Britannia Hütte auf 3.030m Höhe

Am 07. Juli 2016 war es so weit. Mit einer Gruppe von Alpenvereinsmitgliedern startete ich meine erste Hochtour in diesem Jahr.

 

Erst mal ging es mit dem Auto nach Saas-Fee im Kanton Wallis in der Schweiz. Von dort ging es dann

ca. 1.200 Höhenmeter hinauf zur Britannia-Hütte. Eine wunderschöne Hütte, umgeben von mehreren 4.000-ern.

 

Den Zustieg zur Hütte hätten wir uns durch eine Seilbahn auch auf 45 min verkürzen können. Manchen Teilnehmern macht jedoch ein zu schnelles „hoch kommen“ kreislaufmäßig zu schaffen. Daher entschieden wir uns langsam das ganze Stück zu Fuß zu gehen. Der Weg war wirklich traumhaft schön.

 

Tag 2: von der Britannia Hütte zum Fluchthorn

Kurz unterhalb des Gipfels des Fluchthorns (3.795m)
Kurz unterhalb des Gipfels des Fluchthorns (3.795m)

Am nächsten Tag ging es um ca. 4:30 Uhr los. Die Sonne war noch nicht ganz aufgegangen, daher liefen wir im Licht der Stirnlampen erstmal hinunter zum Hohlaubgletscher. Der Gletscher wechselt sich immer wieder mit einigen Geröllfeldern ab, bis man auf den Allalingletscher gelangt. Im Schatten der Berge geht es dann hinauf zum Fluchthorn.

Der Berg ist wenig begangen, vermutlich deshalb, weil er die magische 4.000-er Grenze nicht erreicht. Aber was sagt schon die Höhe eines Berges über dessen Schönheit, die Aussicht und den Weg bis dorthin aus… ich zumindest finde die Höhe nicht entscheidend.

Nach einer kurzen Gipfelpause ging es wieder auf gleichem Weg zurück zur Hütte. Eine wirklich schöne Akklimatisationstour für den nächsten Tag.

Tag 3: von der Britannia Hütte zum Strahlhorn

Von der aufgehenden Sonne bestrahlt (links: Fluchthorn, rechts: Strahlhorn)
Von der aufgehenden Sonne bestrahlt (links: Fluchthorn, rechts: Strahlhorn)

Wieder ging es vor Sonnenaufgang Richtung Gletscher. Der Weg war teilweise derselbe wie am Vortag. Die Gletscherspalten waren uns also schon etwas vertraut.

Hoch ging es dann bis zum Adlerpass, was sich echt total gezogen hat. Auf dem Pass angekommen, belohnt einen die Aussicht aber sofort. Bereits hier sieht man das Matterhorn, den Mount Blanc sowie die Berge rund um Zermatt.

Den Gipfel hatten wir jetzt im Blick. Ich finde es immer wieder ein Ansporn, wenn man das Ziel vor Augen hat. Und so kämpften wir uns die letzten Meter weiter bis zum Gipfel.

Ein wahnsinns 360-Grad-Panorama hatte man vom Strahlhorn (4.190). Sehr schön war auch, dass ich den Lyskamm direkt vor mir sah, der Gipfel auf dem ich letztes Jahr stand. Der Abstieg zur Hütte zog sich dann extrem. Durch die starke Sonneneinstrahlung war die Schneedecke total aufgeweicht. Immer wieder brach man knietief ein, was das Vorankommen stark verzögerte. Nach gut 10 Stunden (inkl. Pausen) kamen wir dann etwas fertig auf der Hütte an. 

Fazit

Eine wirklich tolle Tour, mit einer fantastischen Aussicht vom Strahlhorn. Technisch nicht schwierig, aber durch die Länge der Tour sehr anstrengend und kräftezehrend.

Und zudem auf einem 4.000-er gestanden ohne Seilbahnunterstützung ;-)

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