Der Malerweg im Elbsandsteingebirge zählt zu den schönsten Mehrtageswanderungen Deutschlands. Auf rund 116 Kilometern führt dich der Fernwanderweg durch die faszinierende Felsenwelt der Sächsischen Schweiz – vorbei an Schluchten, Aussichtspunkten, Tafelbergen und bekannten Highlights wie der Bastei.
In diesem Artikel findest du alle wichtigen Infos zur Planung: eine Etappenübersicht mit Kilometern und Höhenmetern, Hinweise zu Schwierigkeit und Wegbeschaffenheit, Tipps zur besten Reisezeit, Übernachtungsmöglichkeiten (inkl. Boofen-Regeln), Verpflegung unterwegs, Anreise & Rückfahrt sowie Empfehlungen zur Navigation (GPX/Karte). Zusätzlich verlinke ich dir hier meine Erfahrungsberichte zu jeder Etappe, damit du deine Tour perfekt zusammenstellen kannst.
Der Malerweg umfasst normalerweise 8 Etappen. Diese führe ich euch unten in der Tabelle auf.
Vom Zielort Pirna gelangt man problemlos mit dem Bus (Linie G/L) wieder zurück zum Ausgangspunkt des Malerwegs nach Liebethal. Ich würde euch allerdings empfehlen, in Pirna zu parken und mit dem Bus nach Liebethal zur 1. Etappe zu fahren. In Pirna gibt es genügend (teils kostenfreie) Parkplätze, was in Liebethal nicht der Fall ist.
Wir sind den Malerweg damals in 6 Etappen gelaufen. Außerdem liefen wir ihn verkehrt herum, was ich nicht empfehlen kann.
| Etappe | Start | Ziel | Kilometer | Höhenmeter | Dauer (Std.) |
| 1 | Liebethal | Stadt Wehlen | 11,6 | 108 hoch, 146 runter | ca. 3,5 |
| 2 | Stadt Wehlen | Hohnstein | 11,0 | 520 hoch, 341 runter | ca. 4,5 |
| 3 | Hohnstein | Altendorf | 14,5 | 427 hoch, 432 runter | ca. 5,5 |
| 4 | Altendorf | Neumannmühle | 18,0 | 472 hoch, 563 runter | ca. 7,0 |
| 5 | Neumannmühle | Schmilka | 13,3 | 615 hoch, 695 runter | ca. 6,5 |
| 6 | Schmilka | Gohrisch | 17,5 | 605 hoch, 466 runter | ca. 6,5 |
| 7 | Gohrisch | Weißig | 17,1 | 631 hoch, 678 runter | ca. 6,0 |
| 8 | Weißig | Pirna | 13,7 | 258 hoch, 360 runter | ca. 5,0 |
Der Malerweg verläuft überwiegend auf idyllischen Forst-, Feld- und Wiesenwegen. Kommt man in die Nähe von Ortschaften, ist auch mal die ein oder andere Asphaltstraße dabei. Typisch sind außerdem viele Treppenstufen, die sich meist im Wald befinden. Diese empor zu wandern, kann (vor allem mit schwerem Gepäck) schon recht anstrengend werden.
Immer wieder kommen wir an den markanten Felsformationen vorbei, welche die Sächsische Schweiz so besonders macht. Diese sind oft nur über steile Treppen, Metallleitern und Stiege passierbar. Mit einem breiten Rucksack auf den Schultern, muss man an der ein oder anderen Stelle aufpassen, nicht stecken zu bleiben - die Felsdurchgänge sind manchmal etwas schmal.
Trittsicherheit und Schwindelfreiheit zahlen sich auf jeden Fall aus. Läuft man den Malerweg in den vorgesehenen acht Etappen, hat man als normal-konditionsstarker Wanderer viel Freude. Es bleibt dann auch genügend Zeit, noch den ein oder anderen Abstecher am Wegesrand mitzunehmen und vor allem die Aussicht auf den malerischen Felsen zu genießen. Die Gipfel sind hier zwar alle unter der 500-Meter-Marke, doch addieren sich die erwanderten Höhenmeter schnell auf. Wer es herausfordernder mag, kann nach Lust und Laune auch Etappen zusammenlegen. Wir legten den Malerweg in 6 Etappen zurück und hatten außerdem eine Vollverpflegung sowie Schlafsack und Isomatte dabei. Mit dem schweren Gepäck auf dem Rücken, empfand ich die 6 Etappen tatsächlich auch als anstrengend und fordernd.
Gerade auf längeren Etappen mit vielen Höhenmetern habe ich gemerkt, wie wichtig gutes Schuhwerk und passende Ausrüstung sind. Besonders unterschätzt werden oft die Socken – dabei können sie
entscheidend dafür sein, ob man schmerzfrei ankommt oder sich Blasen einhandelt. Welche Wandersocken sich auf Mehrtagestouren wirklich bewährt
haben, habe ich dir hier ausführlich zusammengestellt:
👉 Meine getesteten
Wandersocken für lange Wanderungen
Wir waren damals Anfang April auf dem Malerweg unterwegs. Zum Wandern waren die Temperaturen perfekt, allerdings zum draußen nächtigen für mein Empfinden viel zu kalt. Teilweise hatten wir Minusgrade in der Nacht, was alles andere als gemütlich war.
Ich denke die Monate Mai bis Oktober sind sicherlich perfekt, um im Elbsandsteingebirge unterwegs zu sein. Natürlich sind Wanderungen auch im Winter möglich, durch den oft vielen Schnee hier in dieser Region allerdings sicherlich deutlich anstrengender.
Wenn dir das Wandern durch Wälder, Schluchten und naturnahe Landschaften wie auf dem Malerweg besonders gefällt, findest du auf meinem Blog noch viele weitere Tourenideen. In meiner Kategorie Waldwandern stelle ich dir abwechslungsreiche Wanderwege in ganz Deutschland vor – perfekt für alle, die Ruhe, Natur und entschleunigtes Unterwegssein suchen.
Entlang des Malerwegs gibt es zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in Form von Ferienwohnungen, Hotels, Wanderherbergen, Campingplätzen und Gasthöfen. Viele der Unterkünfte haben sich bereits auf Wanderer des Malerwegs eingestellt und bieten Übernachtungen für eine Nacht, inkl. Lunchpaket an. Teilweise ist auch ein Gepäcktransport möglich. Eine Übersicht der Übernachtungsmöglichkeiten je Etappe findet ihr hier.
In den Hauptwandermonaten Juni und September, sowie an Wochenenden und Feiertagen ist eine rechtzeitige Reservierung ratsam.
Im Nationalpark Sächsische Schweiz ist es grundsätzlich verboten, im freien zu zelten oder im freien zu übernachten.
Ein Sonderstatus stellt das sogenannte "boofen" dar. Hier nächtigt man in natürlichen Höhlen und unter Felsvorsprüngen. Ursprünglich kommt das Boofen von den Kletterern und ist grundsätzlich auch nur diesen vorbehalten. Im Elbsandsteingebirge gibt es 58 offiziell gekennzeichnete Boofen. Grundsätzlich darf nur unter diesen im Schlafsack genächtigt werden. Ein Zelt darf auf keinen Fall aufgestellt werden und ist tatsächlich auch nicht nötig, da man durch den Fels vor Regen geschützt ist.
Erkundigt euch rechtzeitig vor eurer Tour nach den aktuellen Regelungen zum Boofen - hier tut sich nämlich gerade ständig was. Weitere Infos und wo sich die Boofen genau befinden, findet ihr hier. Derzeit ist vom 01.02. bis 15.06. das Boofen aus Naturschutzgründen untersagt (wir waren damals noch vor dieser Regelung auf dem Malerweg unterwegs).
In nahezu jeder Ortschaft durch die man kommt, gibt es entweder einen Supermarkt oder ein Restaurant. Auch Bäckereien sind immer wieder vorhanden. Wir waren damals im 1. Corona-Jahr auf dem Malerweg unterwegs. Da alle Restaurants geschlossen hatten, hatten wir tatsächlich etwas Probleme mit der Verpflegung. Nicht in jeder Ortschaft gibt es einen Supermarkt und so nahmen wir unsere Verpflegung komplett selbst mit. Auch unser Trinkwasser konnten wir somit nicht überall auffüllen. Immer wieder begegneten wir allerdings netten Menschen, die unsere Trinkflaschen bei sich zuhause am Wasserhahn auffüllten.
Wenn Restaurants, Biergärten und Imbisbuden geöffnet haben, ist es mit der Verpflegung während des Wanderns kein Problem.
Gerade auf längeren Etappen mit vielen Höhenmetern habe ich gemerkt, wie wichtig nicht nur ausreichend Wasser, sondern auch das richtige Trinkverhalten beim Wandern ist. Durch das viele Schwitzen verliert der Körper Mineralstoffe, die mit purem Wasser allein oft nicht vollständig ausgeglichen werden.
In einem separaten Artikel habe ich mich deshalb intensiv mit dem Thema beschäftigt und erkläre, worauf es bei Hitze, langen Touren und Mehrtageswanderungen wirklich ankommt. Dort stelle ich auch
das Elektrolyt-Getränkepulver Hydraid vor, das sich bei mir unterwegs sehr bewährt hat:
👉 Richtig trinken beim Wandern – Erfahrungen mit Hydraid
Die Sächsische Schweiz ist mit dem PKW, Bus und Bahn super erreichbar. Sachsens Landeshauptstadt Dresden liegt in unmittelbarer Nähe. Von hier aus sind alle Ortschaften des Malerwegs problemlos erreichbar. Circa im halbstunden Takt fährt hier die S-Bahn in die Sächsische Schweiz.
Auch sind alle Städte und Dörfer entlang des Malerwegs mit Bussen gut vernetzt.
Vom Zielort Pirna gelangt man problemlos mit dem Bus (Linie G/L) wieder zurück zum Ausgangspunkt des Malerwegs nach Liebethal. Ich würde euch allerdings empfehlen, in Pirna zu parken und mit dem Bus nach Liebethal zur 1. Etappe zu fahren. In Pirna gibt es genügend (teils kostenfreie) Parkplätze, was in Liebethal nicht der Fall ist.
Ich kann das Buch "Outdoor - Malerweg" von Thorsten Hoyer sehr empfehlen. Die Etappen sind super beschrieben. Auch ist ersichtlich, wo es Busverbindungen, Einkehrmöglichkeiten, Supermärkte oder andere wichtige Punkte entlang der Route gibt.
Wir hatten außerdem noch die Kompass Wanderkarte "Elbsandsteingebirge" dabei.
Den GPX-Track des Malerwegs könnt ihr euch unten herunterladen.
Generell muss ich sagen, dass der Malerweg wirklich durchgehend absolut super markiert ist. Da können sich echt andere Wandergebiete eine Scheibe davon abschneiden. Es kam nie vor, dass wir uns unsicher waren, in welche Richtung es weiter geht.
Der Malerweg ist in acht Tagesetappen unterteilt. Hier findest du meine Erfahrungsberichte zu jeder Etappe mit Fotos, Infos zu Strecke & Höhenmetern und persönlichen Tipps. Klick dich einfach zur passenden Etappe – oder nutze die Reihenfolge, wenn du den Malerweg komplett wandern möchtest.
Der Auftakt deiner Malerweg-Tour führt dich durch satte Wälder, weite Wiesen und das idyllische Örtchen Schmilka, dessen historische Mühle und Bio-Produkte sofort begeistern. Dabei spürst du schon am ersten Tag das besondere Flair des Elbsandsteingebirges und bekommst einen Vorgeschmack auf die Felslandschaften, die dich auf den kommenden Etappen erwarten.
Diese Etappe steht ganz im Zeichen spektakulärer Felslandschaften, von der imposanten Aussicht am Großen Winterberg über den markanten „Kuhstall“ bis hinein in die zerklüfteten Schrammsteine. Unterwegs begegnest du enormen Naturformationen, entdeckst versteckte Felstore und spürst den rauen Charakter der Sächsischen Schweiz hautnah – selbst wenn das Wetter kühl war und wir die Ruhe der Gegend fast für uns allein hatten.
An diesem Wandertag erwarteten uns abwechslungsreiche Abschnitte zwischen dichten Wäldern, mystischen Felsgruppen und offenen Höhenwegen. Besonders der Aufstieg zum Brand schenkte uns eindrucksvolle Ausblicke und das Gefühl, mitten in die wilde Schönheit des Elbsandsteingebirges einzutauchen — ein echtes Highlight des Malerwegs.
Diese Etappe hatte es ordentlich in sich: ständiges Auf und Ab, viele Höhenmeter und mehr Anstrengung, als man zunächst vermutet. Über die Schwedenlöcher führt der Weg zur berühmten Bastei und weiter durch Wehlen sowie den Uttewalder Grund bis nach Lohmen – landschaftlich unglaublich abwechslungsreich, körperlich jedoch durchaus fordernd.
Unsere vorletzte Etappe war streckentechnisch noch einmal ordentlich lang und verband mehrere offizielle Abschnitte des Malerwegs miteinander. Nach einem entspannten Start am Elbufer führte der Weg später über urige Waldpfade hinauf auf den Rauenstein, wo uns ein traumhafter Rundumblick und echte Frühlingsgefühle in der Aprilsonne erwarteten.
Der Endspurt unseres Malerweg-Trekkings hätte landschaftlich kaum schöner sein können: Gleich zu Beginn beeindruckte die mächtige Festung Königstein, bevor uns der Weg weiter hinauf zu mehreren Tafelbergen führte. Besonders der Pfaffenstein mit der berühmten Barbarine blieb in Erinnerung – eine Etappe voller Panoramaausblicke, markanter Sandsteinfelsen und echter Abschiedsmomente.
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