Mallorca Etappe 6 des GR 221 - von Esporles nach Valldemossa

Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben - nicht nur die Wegstrecke war ein Abenteuer

Mehrtagestrekking auf dem GR 221 auf Mallorca - Etappe 6 der Wanderung von Esporles nach Valldemossa.
Auf abwechslungsreichen Wegen, sind wir auf der 6. Etappe des GR-221 unterwegs.

Landschaftlich stand uns eine absolut tolle 6. Etappe bevor. Es ging durch einen ruhigen Eichenwald, in dem wir komplett alleine unterwegs waren. An manchen Stellen war das Meer durch die Blätter zu sehen. Die Wege waren abwechslungsreich - mal liefen wir auf schmalen Erdpfaden durch den Wald, dann ging es etwas ausgesetzt auf Felspfaden am Hang entlang. Die vielen historischen Köhlerplätze, an denen wir vorbei liefen, ließen uns erahnen, wie das Leben früher hier in den Bergen so war.

Mit ca. 5 Stunden Gehzeit war die Etappe inklusive Pausen recht tagesfüllend. Vor allem die zwei ordentlichen Anstiege hatten es mit dem schweren Gepäck in sich.

 

Deutlich anstrengender (vor allem nervlich), war allerdings die Schlafplatzsuche am Abend. Sowas will ich so schnell definitiv nicht mehr erleben.

Erstmal was leckeres Essen und das Wanderproviant auffüllen

Mehrtagestrekking auf dem GR 221 auf Mallorca - Etappe 6 der Wanderung von Esporles nach Valldemossa.
Wir starten am Refugi Son Trias in unseren Wandertag.

In unserem Zelt, aufgestellt auf der Wiese des Refugis Son Trias, hatten wir eine gute und ruhige Nacht verbracht. Nichts ahnend, dass unsere nächste Nacht das krasse Gegenteil werden würde, krabbelten wir aus unseren Schlafsäcken und blickten in den neuen Morgen.

 

Unsere Wäsche, die wir am Vorabend gewaschen hatten, war leider aufgrund des Taus pitschnass. Auch unsere Rucksäcke, die lediglich unter dem offenen Vordach lagen, waren total feucht. Daher entschieden wir uns erstmal alles in die Sonne zu hängen und zum Frühstücken ins Städtchen zu laufen. Heute war Samstag und somit auch Markt in Esporles. Der ist zwar ziemlich klein geraten, aber Käse, Oliven und getrocknete Früchte, als Proviant für unsere heutige Etappe fanden wir. Einen überaus leckeren Bäcker fanden wir auch und gönnten uns ein üppiges Frühstück. 

 

Zurück am Refugi hieß es erstmal alles einpacken. Bis wir dann überhaupt mal los kamen, war es bereits 11 Uhr.

 

Unterschiedliche Wegbeschaffenheiten auf dem GR-221 auf Mallorca

Mehrtagestrekking auf dem GR 221 auf Mallorca - Etappe 6 der Wanderung von Esporles nach Valldemossa.
Ich laufe nicht gerne auf Asphaltstraßen mit Wanderstiefeln. Naja, kann man nichts machen - das erste Stück des Weges verläuft leider so.

Der Nachteil am späten Loskommen ist sicherlich, dass die Temperaturen von Stunde zu Stunde höher klettern und das auch im Oktober noch. Umso mehr glühten wir auf dem ersten Teilstück der Etappe, bei dem wir komplett der Sonne ausgesetzt waren.

 

Leider geht es auf diesem Stück auch ausschließlich auf Asphaltstraßen entlang - nicht gerade meine liebste Wegbeschaffenheit. Der GR-221 zog sich ein ganzes Stück, bis wir endlich aus Esporles raus kamen und somit auch die Straße in einen schönen Waldweg überging.

 

Der GR-221 ist auf dieser Etappe im Großen und Ganzen gut markiert

Mehrtagestrekking auf dem GR 221 auf Mallorca - Etappe 6 der Wanderung von Esporles nach Valldemossa.
Die Wege in den Steineichenwäldern waren wunderschön. Auf die Wegmarkierungen musst man gut achten.

Der ersehnte Schatten kam und damit auch der deutlich schönere Weg - ich war im Glück :-). Meine etwas weniger gute Laune vom Vortag war auf diesem tollen Wegstück schnell verflogen.

 

Auf traumhaften Pfaden ging es durch einen märchenhaften Wald aus knorrigen Steineichen. Hier und da kamen wir an den für den GR-221 so typische Trockensteinmauern vorbei. Teilweise führten auch Wege durch diese hindurch, beziehungsweise führten über die abgerutschten Steine hinüber. Der Weg war wirklich sehr abwechslungsreich und das stetige bergauf kam mir gar nicht so anstrengend vor.

 

Wegmarkierungen gab es in Form von Steinmännchen und Farbklecksen auch genügend - man musste sie nur finden und die Augen offen halten. 

 

Die Köhler - ein traditionsreicher Beruf, der alten mallorquinischen Geschichte

Mehrtagestrekking auf dem GR 221 auf Mallorca - Etappe 6 der Wanderung von Esporles nach Valldemossa.
Kleine Rast am Pla de S'Aljub, wo es gut erhaltene Wohn- und Arbeitsplätze von Köhlern, Holzfällern und Schweinehirten gibt.

Kurz vor dem Ende des ersten langen Aufstiegs, suchten wir uns einen netten Rastplatz aus. Hier am Pla de S'Aljub sind noch alte Gebäude eines damals typischen Wohn- und Arbeitsplatzes von Köhlern, Holzfällern und Scheinehirten zu finden. Früher gab es diese Plätze zuhauf in den Bergen der Serra de Tramuntana.

 

Die Köhler arbeiteten selbständig oder für einen Grundbesitzer. Neben ihrer Schlafhütte standen die Kohlemeiler. Es wurden meist Bäume aus den flacheren Bergregionen verwendet. Eigentlich durfte man diese nur alle 7 Jahre abholzen, um die Wiederaufforstung nicht zu gefährden. In Wirklichkeit sah es meist anders aus und die Regeln wurden nicht eingehalten. Der Meiler wurde entzündet und das Holz durch die regelmäßige Luftzufuhr zum gleichmäßigen verkohlen gebracht. Dieser Prozess dauerte 1-2 Wochen und musste ununterbrochen überwacht werden.

 

Wir verließen diesen urigen Platz rasch wieder, da wir mal wieder von unzähligen Stechmücken attackiert wurden. 

 

Den Blick über die Serra de Tramuntana schweifen lassen

Mehrtagestrekking auf dem GR 221 auf Mallorca - Etappe 6 der Wanderung von Esporles nach Valldemossa.
Aussichten genießen - auf dem GR221 ein Muss

Kurz darauf kamen wir an einem wunderschönen, flachen Felskopf vorbei, von dem aus wir eine grandiose Aussicht auf das Tal und die angrenzenden Berge hatten. Es ist einfach jedes mal schön zu sehen, wo wir her kamen und was wir bereits geschafft hatten. Selbst Palma, mit ihren großen Kreuzfahrtschiffen im Hafen, erkannten wir auf der anderen Seite in der Ferne.

"Lass uns hier eine Pause machen", schlug ich vor. Wir waren beide der gleichen Meinung, dass es hier ganz besonders toll ist. Wir packten unseren frisch gekauften Käse und die Oliven aus, setzten uns auf die warmen Felsen, genossen den Blick und unsere Köstlichkeiten und freuten uns über unser Wanderleben hier auf Mallorca.

 

Unsere noch immer feuchten Kleider legten wir zum Trocknen aus. Auf den warmen Steinen in der Sonne trockneten sie viel besser, als im schattigen Wald.

 

Unterwegs gibt es auf dem GR-221 selten Trinkwasser zu kaufen oder abzufüllen

Mehrtagestrekking auf dem GR 221 auf Mallorca - Etappe 6 der Wanderung von Esporles nach Valldemossa.
Für's Foto sind die Zisternen gut - für's Trinkwasser abfüllen dafür weniger. Eine ziemliche Brühe war da drin.

Frisch gestärkt gingen wir weiter. Den Hauptanstieg hatten wir nun hinter uns. Später würde es nochmals einige Höhenmeter aufwärts gehen. Wir blieben auf dem tollen, schmalen Pfad im Wald. Mal hier mal da erkannten wir ein Steinmännchen oder eine Markierung aus gebauten Pfeilen auf dem Boden. Hier muss wohl früher eine Hochburg der Köhler gewesen sein - wir kamen echt oft an diesen Plätzen heute vorbei.

 

Auch an einem Platz mit mehreren Zisternen kamen wir vorbei. Zum Glück hatten wir genügend Trinkwasser dabei, denn aus diesen übel riechenden Stellen hätten wir nicht trinken wollen. Auch bei dieser Etappe ist es extrem wichtig, genügend zu Trinken dabei zu haben, denn unterwegs kommt man nirgendwo vorbei, wo es Wasser zu kaufen gibt. 

 

Träumereien

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Ab jetzt geht es nur noch bergab nach Valldemossa.

An einer Stelle war der Blick auf's Meer besonders schön. Auf einem schmalen Felsen stehend, hatten wir freie Sicht auf das tiefblaue Wasser, die grünen Bäume, gelbe Felder, sowie einer Finca direkt vorne am Meer. Was für ein traumhaftes Fleckchen hier - wenn ich es mir leisten könnte, würde ich sofort einziehen ;-).

 

Eigentlich konnte Valldemossa doch gar nicht mehr weit entfernt sein, fragt ich mich. Wir erblickten unser Ziel heute lange nicht. Bisher konnten wir die Zielorte meist schon aus der Ferne sehen. Bei dieser Etappe war es nicht so. Wir hatten den zweiten Aufstieg und somit auch den letzten für heute geschafft - jetzt konnten wir es bergab rollen lassen.

 

Aus ist es mit der Stille

Mehrtagestrekking auf dem GR 221 auf Mallorca - Etappe 6 der Wanderung von Esporles nach Valldemossa.
Lose, teilweise rutschige Steine liegen auf dem Abstiegsweg nach Valldemossa. Konzentration ist bei Abstieg gefragt.

Der Weg hinab nach Valldemossa ging nur bergab und anfangs sogar ziemlich steil. Einige fiese Steine lagen im Weg und man musste wirklich aufpassen, sich nicht den Fuß zu vertreten oder auszurutschen. Ich musste echt konzentrierter laufen, als das Teilstück davor und gefühlt kamen wir überhaupt nicht voran. Wir sahen nichts außer Bäume und Felsen - von einem Ort war weit und breit nichts zu sehen.

 

Ein lauter Knall durchbrach die Stille. "Was war denn das?", fragt ich sichtlich erschrocken. Ehe Micha antworten konnte, knallte es wieder. Uns beschlich der leise Verdacht, dass hier eine Jagd stattfand. Das Knallen hörte überhaupt nicht mehr auf und verängstigte mich ziemlich. Vor allem hatten wir echt Bedenken, heute ein Schlafplatz im Freien zu wählen.

 

Das Etappenziel ist erreicht - Valldemossa wir kommen

Mehrtagestrekking auf dem GR 221 auf Mallorca - Etappe 6 der Wanderung von Esporles nach Valldemossa.
Valldemossa ist in Sicht - der blaue Kirchturm ist sozusagen das Wahrzeichen der Stadt.

Endlich erblickten wir das blaue Dach der Kirche von Valldemossa. Wir schienen etwas vom Weg abgekommen zu sein, stellten wir beim Blick auf das GPS-Gerät fest. Naja egal, unser Weg führte ebenfalls in Richtung Stadt. Zwar ging es etwas wild durch ziemlich hohe Gräßer, die unsere Waden etwas in Mitleidenschaft zogen. Das gehört zum Wandern dazu - wer will schon makellose Beine ;-)

 

Aus war es mit der Ruhe der Natur (wobei die durch das Knallen ja bereits vorher nicht mehr vorhanden war) - wir standen inmitten von zahlreichen gut gekleideten Touristen, im wunderschönen Städtchen Valldemossa. Ich kam mir mit meinem Wanderoutfit etwas fehl am Platz vor.

 

Sightseeing in Valldemossa ist auf jeden Fall Pflicht

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Obwohl in Valldemossa touristisch viel los ist, hat die Stadt nichts an ihrem Charme verloren.

Valldemossa ist übrigens die höchstgelegene Stadt Mallorcas und hat wirklich einen außergewöhnlich schönen Charme. Hier muss man sich einfach die Zeit nehmen und ein wenig durch die schmalen Kopfsteinpflaster-Sträßchen schlendern. Die Steinhäuser sind mit wunderschönen Blumen geschmückt und an jeder Ecke genießt man die Idylle dieses Ortes.

Obwohl es am heutigen Tag echt voll in der Stadt war, ist man in den verwinkelten Gassen oft alleine unterwegs. In den zahlreichen Restaurants und Cafés findet man überall nette Ess- und Sitzgelegenheiten.

 

Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Als erstes gab es ein leckeres Eis und später ein vorgezogenes Abendessen. 

 

Lautes feiern auf den Straßen von Valldemossa

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Eine ausgelassene Feier fand in Valldemossa statt.

Nun erkannten wir auch den Grund der lauten Knalle. In der Stadt war ein Festival, bei dem viele Menschen in Gruppen um die Häuser zogen. Vermutlich wurde hier eine Art historische Szene nachgespielt. So wirklich konnte uns keiner sagen, was dieses Festival bedeutete. Es hatte auf jeden Fall etwas mit Piraten zu tun, mit viel Feuer und eben auch lauten Schüssen beziehungsweise knallen. Das Knallen war lauter als jeder Silvesterböller bei uns und jedes mal erschrak ich fast zu Tode.

 

Wir dachten uns, da werden wir bestimmt eine ruhige Nacht haben. Wenn die hier ausgelassen feiern, wird keiner in die Wälder gehen und kontrollieren, ob dort einer biwakiert. Ob unser Plan wohl aufging?

 

Die Suche nach einem Schlafplatz auf dem GR-221

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Die Abenddämmerung hüllte Valldemossa in ein schönes Licht.

Mit voll gefüllten Wasserflaschen und einem Frühstück für den nächsten Morgen, verließen wir Valldemossa in der Abenddämmerung. Im Internet war beschrieben, dass es in den Wäldern kurz nach Valldemossa einige gute Biwakplätze geben sollte. Es konnte also nicht schwer werden, hier schnell einen Schlafplatz zu finden.

 

Nach ungefähr 45 Minuten kamen wir an den beschriebenen Plätzen vorbei. Sie waren wirklich perfekt gelegen. Fast neben dem Weg, durch Hecken geschützt, lagen einige freie und ebene Flächen. Das hier bereits mehrere Personen nächtigten, erkannte man unter anderem an den Feuerstellen. Wild zelten ist hier auf Mallorca verboten und das Feuer machen gleich dreimal. Feuer entzündeten wir auch kein einziges Mal. Uns war es wichtig, die Natur so ursprünglich zurück zu lassen, wie sie war. Natürlich ist das biwakieren auch eine Grauzone - das sollte jedem klar sein.

 

Der Schrecken nimmt seinen Lauf

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Abendstimmung in der Serra de Tramuntana.

Wir warteten noch ein paar Minuten bis es dunkel war. Gerade schalteten wir unsere Stirnlampen an und wollten unsere Sachen auspacken, da hörten wir laute Stimmen die immer näher kamen. "Was wollen die denn nachts im Wald", fragte ich mich verwundert. "Lass uns mal noch warten und lauschen", entgegnete Micha.

Die Gruppe kam näher. Lautes Männer-Gelächter war zu hören, Glasflaschen klirrten, Musik dröhnte. Mir war absolut unwohl. Womöglich sind die Männer sturzbetrunken und aggressiv, ging es mir im Kopf herum. Mein Herz schlug immer schneller. Mittlerweile war es Micha auch sichtlich unwohl. 

 

Plötzlich sahen wir durch die Büsche zwei Wanderer mit eingeschalteter Stirnlampe am Weg vorbei rennen, in Richtung Valldemossa zurück. "Das war bestimmt das Pärchen, das wir vorhin noch durch die Hecke beobachteten, von denen wir auch dachten, dass sie einen Biwakplatz suchten", flüsterte ich. "Oh Gott, meinst du die wurden angegriffen?", fragte ich mit zitternder Stimme. Ich erhoffte mir beruhigende Worte, die Micha natürlich nicht geben konnte. Er wusste genauso wenig wie ich. Es war eine wirklich beängstigende Situation. Immer wieder das laute Grölen der Gruppe, rennende Schritte auf dem Kiesweg und wir waren nur ein paar Meter hinter der Hecke versteckt und wussten nicht was los war. "Wann hauen die denn endlich ab?", eher als Hoffnung und weniger als Frage von mir gemeint. 

 

Das Zittern will einfach nicht enden

Mehrtagestrekking auf dem GR 221 auf Mallorca - Etappe 6 der Wanderung von Esporles nach Valldemossa.
Biwakieren ist ja eigentlich schön - nicht aber unter diesen Umständen.

Die Schritte kamen näher, näher zu unserem Versteck. "Lass uns abhauen", flüsterte Micha.

Ok, ab jetzt war mir wirklich absolut Angst und Bange. "Wo sollen wir denn hin?", zitterte ich. "Auf den Hauptweg können wir auf keinen Fall, wir wissen nicht wo die überall sind". Es gab nur eine einzige Möglichkeit, nämlich in die entgegengesetzte Richtung, querfeldein vom Hauptweg weg zu laufen. Blöd nur, dass es hier mega steil bergauf ging, in absolut zugewuchertem Gelände. Ach ja, und wir sahen nichts. Es war mittlerweile so dunkel, dass wir sogut wie nichts erkannten. Unsere Stirnlampen konnten wir natürlich unter keinen Umständen anschalten, wir wären sofort entdeckt worden.

 

Tastend ging es also den steilen Hang hinauf. Immer wieder stellten sich uns hohe Steinmauern in den Weg, über die wir klettern mussten. "Scheiße, was liegt denn hier!!!", zischte ich. Beim genauen hinschauen erkannten wir, das es eine verrostete Falle war. Ich wollte gar nicht wissen, ob sie noch intakt war - mir wurde übel. Konnte es noch schlimmer kommen?

Das hohe Gras und die vielen Dornen schnitten uns in die Beine. Das war mir mittlerweile absolut egal. Ich wollte nur schnell weg von dieser Meute. Der Schweiß lief mir vom Gesicht, mein Herz sprang mir fast aus dem Körper und mein Atem wäre sowas von laut gewesen, versuchte ich nicht krampfhaft ihn leise zu halten. Es war echt mega anstrengend, in diesem weglosen Gelände hinauf zu steigen. Aber das Adrenalin puschte uns.

 

"Ich denke wir sind jetzt weit genug vom Weg weg", meinte Micha. "Lass uns einen Schlafplatz suchen".

Leichter gesagt als getan - das Gelände war absolut abschüssig und bewachsen. Ohne Licht erkannten wir auch keine geeignete Stelle in der Ferne. Wir kamen zu einer halbwegs flachen Stelle, die nicht bewachsen war. Leise packten wir unsere Schlafsäcke und Matten aus. Was man auf dem Foto nicht sieht, neben mir ging es total abschüssig den Berg hinab. Wir verkanteten einen Rucksack zwischen zwei Steinen, damit die rutschige Isomatte samt mir nicht hinunter purzelte. Völlig verkrampft lag ich im Schlafsack, versuchte die Augen zu schließen und ein wenig zu schlafen - keine Chance, die Stimmen hörten wir noch immer.

 

Was in der Nacht noch so alles los war, dürft ihr im nächsten Artikel lesen. Was uns jedoch beiden klar war - die nächste Nacht wollten wir definitiv in einer schönen Pension verbringen ;-)

 

Ihr wollt die Tour auch gehen? Hier findet ihr den GPX-Track der 6. Etappe des GR221 auf Mallorca:

Den Übersichtsartikel mit Tipps und weiteren Infos zum GR 221 findet ihr hier.

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