Aktive Auszeit auf Menorca Teil 1

Zu Fuß, auf dem Pferd, per Rad und auf dem Wasser

Menorca - ein Traumparadies für Naturliebhaber
Menorca - ein Traumparadies für Naturliebhaber

Menorca = "die Kleinere"

 

Ganz groß ist Menorca allerdings, wenn es um Naturbelassenheit, eine ganz besondere Fauna und Flora, zerklüftete Steilklippen, Kulturelle Highlights, Erholung und Entspannung geht, fernab des Massentourismus.

 

Mit Wikinger Reisen durfte ich dieses traumhafte Fleckchen Erde erkunden und war überwältigt. Der Naturschutz wird hier auf der Insel noch groß geschrieben und das spürt man wirklich an jeder Ecke. 

 

Gerne nehme ich euch mit, auf eine "Aktive Auszeit", mit einigen Wanderungen, Radtouren, Kajaktouren und was die Insel sonst noch alles zu bieten hat.

And the winner is...

Wirklich tolle Wanderwege gibt es auf Menorca
Wirklich tolle Wanderwege gibt es auf Menorca

Ich habe bisher in meinem Leben eigentlich nie richtig zu den Glückspilzen gehört. Gut, beklagen kann ich mich auch nicht - ich hab einen lieben Mann, einen süßen Hund, ein Dach über dem Kopf, Arbeit und die Gesundheit, naja, sagen wir mal sie könnte schlechter sein. Auf jeden Fall hab ich bisher nie etwas gewonnen. Als ich von Wikinger Reisen dann die E-Mail bekam: "Liebe Myriam, ihr seid dabei, eure Bewerbung hat uns überzeugt", konnte ich es kaum glauben. Im Bad hab ich erst mal ein kleines Freudentänzchen aufgeführt, während mich mein Mann, der unter der Dusche stand, für ein bisschen bekloppt hielt.

 

Wie kam es überhaupt dazu?

Wikinger Reisen schrieb eine Reise "Aktive Auszeit auf Menorca" aus. Jeweils als 2er Team konnte man sich darauf bewerben. Eine kleine Geschichte, warum gerade wir und ein Foto, das musste man einreichen. 

 

Was erwartet uns?

Ich liebe diese zerklüfteten Felsen, die aus dem Meer ragen
Ich liebe diese zerklüfteten Felsen, die aus dem Meer ragen

Der Gewinn kam dieses Jahr wie gerufen. Aufgrund unseres Umzuges und Umbaumaßnahmen, planten wir dieses Jahr keinen größeren Urlaub ein. So ein bisschen Erholung zwischen der Umbauphase war natürlich mega cool. 

 

Wichtig auf jeden Fall vorweg. Ich habe keinerlei Vereinbarung mit Wikinger Reisen. Das was ich hier schreibe, ist meine persönliche Meinung, so wie es bei all meinen Artikeln der Fall ist. Die Reise hätte jeder andere auch gewinnen können. 

 

Zum groben Programmablauf:

  • Tag 1 - Küstenwanderung
  • Tag 2 - Stadtbesichtigung Ciutadella und Fahrradtour 
  • Tag 3 - Wanderung 
  • Tag 4 - Bootstour und Stadtbesichtigung Mahón sowie Reitausflug
  • Tag 5 - "Aktives Erwachen" und Küstenwanderung
  • Tag 6 - Kajaktour 

 

Turbulenter Start, aber Amir schaukelt das schon

Unsere tolle Gruppe mit unserem super Guide Amir (rechts)
Unsere tolle Gruppe mit unserem super Guide Amir (rechts)

Alles begann mit einem ziemlichen Flugchaos und damit einher gehend einer ungeplanten Nacht in Barcelona. Zufällig trafen wir dort am Flughafen auch unseren Guide Amir. Ihn ereilte das gleiche Schicksal mit den Flügen. Für uns war es ganz praktisch, dass er auch hier gestrandet war, da er alles weitere top organisierte und wir uns um nichts kümmern mussten. So einen entspannten Urlaub hatte ich bisher echt noch nie.

 

Mit dem ersten Flieger flogen wir dann am nächsten Tag endlich nach Menorca. Wir mussten zwar um 4 Uhr aufstehen, aber so landeten wir frühzeitig auf Menorca, waren bereits um 09:15 Uhr im Hotel und konnten mit dem geplanten Wikinger-Programm um 10 Uhr beginnen, ohne etwas verpasst zu haben. Der Urlaub konnte also beginnen :-)

 

Zum Cap de Cavalleria

Tolles Fotomotiv, der weiße Leuchtturm am Cap de Cavalleria
Tolles Fotomotiv, der weiße Leuchtturm am Cap de Cavalleria

Mit uns haben noch zwei weitere Pärchen die Reise gewonnen. Wir machten uns schnell bekannt und dann starteten wir pünktlich zum ersten Programmpunkt - dem Leuchtturm am Cap de Cavalleria

 

Nach nur 30 Minuten Fahrt von unserem Hotel in Sant Tomàs, hatten wir auch schon den nördlichsten Punkt der Insel erreicht. Der weiße, wunderschöne Leuchtturm stach uns gleich ins Auge und schwupps zückten alle ihre Kameras. Kameratechnisch waren wir für diese Woche mehr als gut ausgestattet - Micha, Jessi und Carsten sind alles Profifotografen. Gute Fotos werden wir also mehr als genug mit nach Hause bringen, dachte ich mir entspannt.

Eine Aussicht zum träumen

Atemberaubend schön diese Aussicht, oder?
Atemberaubend schön diese Aussicht, oder?

Der Leutturm wurde 1857 erbaut und ist somit der älteste der Insel. Amir gab uns genug Zeit, die Gegend eigenständig zu erkunden. Mir machte es besonder Spaß, über die karstigen Felsen zu klettern und die atemberaubende Aussicht zu genießen. Sehr steil fällt die Küste hier ins türkisblaue Meer - ich liebe solche Steilklippen einfach und könnte mich ewig hier aufhalten. Sogar eine kleine Höhle gab es, durch die ich natürlich unbedingt durch musste. 

 

Hier scheint es auch Kletterrouten zu geben, da ich einige intakte Bohrhaken entdeckt hatte. Oh man, dass ist bestimmt auch wunderschön, an den weißen Felsen zu klettern und unter sich das blaue Meer zu haben.

Kleine Wanderung an der Nordküste Menorcas

Hier kann man echt die Seele baumeln lassen
Hier kann man echt die Seele baumeln lassen

Nachdem sich meine kaffeesüchtige Gruppe (das zeigte sich die nächsten Tage) noch einen Cortado im kleinen Bistro am Leuchtturm gönnte, ging es mit dem Bus ein paar Minuten weiter zum Platja de Cavalleria.

 

Eine kurze, knapp zweistündige Wanderung zu zwei Buchten stand an. Mit drei Fotografen im Schlepptau, die irgendwie überall ein tolles Fotomotiv entdeckten (oh ja, die Insel hat seeeehr viele davon zu bieten), waren wir natürlich etwas länger unterwegs ;-)

Auf den Spuren des Camin de Cavalls

Auf roten Buntsandsteinfelsen ging es immer an der Küste entlang
Auf roten Buntsandsteinfelsen ging es immer an der Küste entlang

Unsere Wanderetappe führte ein Stück auf dem berühmten Camin de Cavalls - dem 185 Kilometer langen Fernwanderweg der Insel.

 

Traumhaft schön liefen wir auf dem roten Sand der Buntsandsteinfelsen direkt an der Küste entlang. Die verschiedenen Blumen und Wildkräuter die hier wuchsen, verströmten einen tollen Duft, der mir heute noch in der Nase hängt. Sogar kleine Baby-Orchideen entdeckten wir.

 

Amir ließ uns wilden Fenchel probieren und erzählte uns viel über die Fauna und Flora der Insel. Über die menorquinische Kamille gibt es eine kleine Sage, so sagte er uns: trinkt man einen Tee, der aus einer geraden Blütenzahl gebrüht wurde, bekommt man Magengeschwüre. Nur der Tee aus einer ungeraden Anzahl von Blüten sei bekömmlich. Also immer schön mitzählen beim Tee kochen :-)

 

Ein wahres Natur-Paradies

Ich will keine nassen Schuhe bekommen ;-)
Ich will keine nassen Schuhe bekommen ;-)

Der Tourismus hat sich auf Menorca nur langsam entwickelt. Teilweise waren verschiedenen Kriege daran Schuld. Später wurden weite Teile von Menorca zum Naturschutzgebiet erklärt - des einen Freud, des anderen Leid. Viele Bauverbote wurden ausgesprochen, Hotels durften nicht errichtet werden. Die Natur konnte sich dadurch aber super entfalten, was Menorca wirklich zu einem ganz besonderen Natur-Paradies macht.

 

Auch viele Fischereiverbote gibt es zwischenzeitlich in den Gewässern um die Insel herum, erklärte uns Amir. Neueste Forschungen belegen, dass sich die Natur durch solche Verbote tatsächlich wieder erholt. Ein Indiz dafür sind zum Beispiel rote Korallen, die 20 Jahre Zeit brauchen um wieder zu wachsen.

 

Einkehr mit landestypischen Speisen

Sehr empfehlenswert, dass Restaurant Binimel-lá, unweit der Cala Pregonda
Sehr empfehlenswert, dass Restaurant Binimel-lá, unweit der Cala Pregonda

In einem wunderschönen Restaurant namens Binimel -lá, umgeben von saftig grüner Wiese, legten wir unsere Mittagspause ein. Unter schatten-spendenden Maulbeerbäumen genossen wir das leckere menorquinische Essen. 

 

Frisch gestärkt ging es noch ein paar Minuten weiter am Strand zur Bucht Cala Pregonda. Ein absolutes Natur-Highlight ist diese Bucht - knallrote Sandsteinfelsen, vom Wind und Wasser zu bizarren Skulpturen geformt, rahmen das tief blaue Meereswasser ein. Hier und da stülpen sich schon fast neongrüne Algen über die Steine und leuchten mit dem Meer und den Felsen um die Wette. 

 

Die Cala Pregonda - eine meiner Lieblingsbuchten auf Menorca

Kleine Kletterei an der Cala Pregonda
Kleine Kletterei an der Cala Pregonda

Wir hielten uns lange an der Cala Pregonda auf - wirklich ein traumhaftes Fleckchen Erde. Ein Dank an Amir an dieser Stelle, der wohl gleich schon am ersten Tag dachte: mit Fotografen auf Menorca muss man immer doppelt so viel Zeit einplanen ;-)

 

Geduldig wartete er, solange wir anderen ausschwärmten - die einen um ein tolles Fotomotiv vor die Linse zu bekommen und ich zum herumklettern auf den Felsen am Meer.

 

Schon am ersten Tag auf Menorca wurde mir klar, wie wunderschön und faszinierend die Natur hier ist.

 

Wenn die nächsten Tage auch so werden würden, dachte ich mir, wäre ich absolut im Glück :-). Seid gespannt, wie es weiter geht.

 

 

Ihr wollt die Tour nachlaufen? Hier findet ihr den GPX-Track dazu:

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